Die Halbzeit der Summerland-Veranstaltungen im August ist überschritten. Bei der dritten Veranstaltung haben sich etliche Besucher mehr als zuvor eingefunden. So waren die Wettereinflüsse offenbar das entscheidende Moment für den anhaltenden Besucherstrom zum Veranstaltungsort beim Gästetreff neben dem Remsbachhof.

Lautstark unterstützen die Kinder Kasperle bei der Suche nach Seppel. Nicht wenige Erwachsene sind mit ihren Kindern dabei.
Lautstark unterstützen die Kinder Kasperle bei der Suche nach Seppel. Nicht wenige Erwachsene sind mit ihren Kindern dabei. | Bild: Werner Mueller

Auf jeden Fall waren die Beteiligten am Programm, an der Verpflegungsstation und Zauberer Pfiffikus bestens gelaunt, als der Himmel trocken blieb. Dieter Sirringhaus hat es einmal mehr geschafft, die Kinder in seinen Bann zu ziehen. So viele und vor allem hochkonzentrierte Kinder erlebten ein „zauberhaftes“ Programm. Sirringhaus zog alle Register mit all seinen Tricks, die er auf Lager hat. Im Anschluss waren Kasperle, Seppel und Hund Bello die Hauptdarsteller des Puppenspiels. Hier kamen die Kinder nochmals in Fahrt und spielten vor der Bühne in imposanter Weise mit. Das war vor allem akustisch zu vernehmen. In den Gesichtern spiegelte sich die Spannung, bis es zum erlösenden Schluss mit der Befreiung von Seppel kam. Simone Bösinger lud im Anschluss zur Kinder-Tanzparty ein.

Trotz kühler Witterung kommen zahlreiche Gäste zur dritten Summerland-Veranstaltung am Gästetreff.
Trotz kühler Witterung kommen zahlreiche Gäste zur dritten Summerland-Veranstaltung am Gästetreff. | Bild: Werner Mueller

Das musikalische Programm wurde recht eindrucksvoll von den „Huschders“ bestritten. Als „die älteste Nachwuchsband Schrambergs“ wurden die vier Musiker angekündigt. Und die Formation hatte viele Stilrichtungen im Repertoire. So richtig zur Höchstleistung kam das Quartett dann, wenn neben Schlager, Country oder Western auch Dialektstücke zur Aufführung kamen. Dann spielte es keine Rolle, ob es um schwäbischen Gesang geht, sobald „Schwobeland du bischt mei Herzbluet“ angestimmt wird. Helmut „Lobbe“ Kloos an der Gitarre und Gesang, hat es einfach drauf, den leicht schrambergisch angehauchten Dialekt des Schwabenlandes gekonnt zu interpretieren. Auch um der Ausgewogenheit gerecht zu werden, folgte wenig später, dass „ebbis in badisch gsunge wird“.

Besucher aus der Unterstadt mit Lied bedacht

Dazu passte der nachfolgende Titel sprichwörtlich zum Vortrag: „Jeder Mensch brucht en Huet, egal was er duet.“ Mit beiden Titeln konnten die Besucher leben und spendierten reichlichen Beifall. Für die zahlreich vorhandenen Besucher aus der Unterstadt gab es für die vorhandenen „Bach na Fahrer“ ein beherztes „Aloha he“ im Refrain, das nach Ansage von Roland Löffler am Schlagzeug und Gesang wohl jeder Tennenbronner beim Mitsingen beherrscht. Löffler war es auch, der bei Andrea Müller vom Tourismusbüro Schramberg nachgefragt hatte, ob ein Auftritt beim Summerland möglich sei. Auf jeden Fall war das Engagement eine stimmungsvolle Programmbereicherung. Mit dabei waren Achim Ringwald am E-Bass und „Joschka“ Jürgen Fischer an der Gitarre und mit sonorem Gesang.

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Einer der Väter dieses Zustandekommens während der Summerland-Veranstaltungen ist Harald Burger. In Schramberg ist er zuständig für die Kulturbesen-Veranstaltungsreihe. So kann er auf zahlreiche Künstler und Kapellen zugreifen. Gefragt, wann die Summerland-Planung aufgenommen wird, sagt Burger: „Nach dem Kulturbesen im Frühjahr 2020.“ Eine Band sagt er, sei sicher gebucht, „denn mit dem Edelweiß-Echo steht eines der musikalischen Gerüste vom Summerland auf der kleinen Bühne.“