Musik, die in die Adventszeit und in den Kirchenraum passt, bot der Musikvereins Harmonie Tennenbronn jetzt bei seinem Konzert. Zum Ende hatte die Harmonie noch eine besondere Überraschung parat: Arne Waldvogel spielt mit zwölf Jahren den Trommelmann „Little Drummer Boy“ mit größtmöglicher Perfektion auf der kleinen Trommel.

Der Musikverein „Harmonie“ Tennenbronn präsentiert sich am Kirchenkonzert mit hoher musikalischer Qualität. Im Bild ein Blick in das Saxophon und Posaunen Register.
Der Musikverein „Harmonie“ Tennenbronn präsentiert sich am Kirchenkonzert mit hoher musikalischer Qualität. Im Bild ein Blick in das Saxophon und Posaunen Register. | Bild: Werner Mueller

Seit vielen Jahren führt Ewald Staiger bei der Harmonie durch das Programm. Mit knappen Sätzen gibt er Wichtiges zu Komponisten und Solisten bekannt. Natürlich darf die Kurzbeschreibung des zu spielenden Stückes dem Publikum ebenfalls nicht verborgen bleiben. Den ersten Akzent setzte Dirigent Thomas Wössner gleich zu Beginn mit „With Clouds Descending“, auf Deutsch „Mit absteigenden Wolken“.

Das Musikstück präsentierte sich als Fantasie über die Choral-Hymne Helmsey mit demselben Titel. Eindrucksvoll leitete Wössner das Klangbild des Orchesters, setzt ausdrucksstarke Schwerpunkte und fanfarengleich kommt das Orchester dem Schlussakkord näher. Leichter Nachhall im Gotteshaus der katholischen Kirchengemeinde lässt den letzten Ton ausklingen.

Genuss für Besucher

Es gehört beim Musikvereins Harmonie einfach dazu, zumindest einen Titel von Johann Sebastian Bach im Programm zu haben. Die Melodie, so Ewald Staiger, habe Bach „gecovert“, denn diese stamme von Johann Rist aus dessen „Collection himmlische Lieder“ aus dem Jahr 1642. Irgendwie werden Momente zu Bachs „Air“ spürbar. Getragen, Ruhe ausströmend können die Besucher dieses Werk genießen.

Der Musikverein „Harmonie“ Tennenbronn präsentiert sich am Kirchenkonzert mit hoher musikalischer Qualität. Im Bild der Blick in das Tenorhorn Register.
Der Musikverein „Harmonie“ Tennenbronn präsentiert sich am Kirchenkonzert mit hoher musikalischer Qualität. Im Bild der Blick in das Tenorhorn Register. | Bild: Werner Mueller

Solistisch sind die Musiker der „Harmonie“ auf der Höhe der Zeit. Sie ließen als Klarinetten-Ensemble in der Besetzung mit Carina Grießhaber, Michael Peter, Monika Kaltenbacher, Sandra Weisser, Luzia Staiger und Thomas Wössner Mozarts „Serenade“ zum Hörgenuss werden. Melodisch weiter ging es mit „Agosto“ aus der Feder von Jacob de Haan. Thomas Wälde hatte den Solopart am Tenorhorn übernommen.

Verschiedene Tänze

Ansätze von Klezmer-Musik mit dem dabei verbundenen Reiz der Klarinette erzeugte der vierte Satz „Hora“ aus der „Fifth Suite For Band“, einem Werk, das mit Tänzen aus Amerika, Frankreich und Japan aufwartet. Gespielt wurden Tänze aus Rumänien und Israel. Solistisch an der Klarinette war Michael Peter zu hören.

Stimmungsvoller Advent

Aber was wäre Weihnachten ohne „Let it Snow“? Diese Frage beantwortet souverän das Brass-Quintett der Harmonie mit Regina Eschle an der Posaune, Philipp Grieshaber am Horn, Tobias Weisser mit der Tuba sowie Anna Grießhaber und Ewald Staiger, beide mit der Trompete. Das zeitlose Arrangement war allzu schnell beendet. Mit „Macht hoch die Tür“ wurde die adventliche Stimmung gemeinsam besungen.