Erleichterung im Schramberger Rathaus: Justiz- und Tourismusminister Guido Wolf (CDU) hat am Donnerstag bekannt gegeben, dass Schramberg für die Modernisierung seines Freibades knapp 1,2 Millionen Euro Zuschuss erhalten soll. Das Geld stammt aus dem Tourismusinfrastrukturprogramm des Landes. Rund 5,2 Millionen Euro soll die Modernisierung und Attraktivierung des Freibades insgesamt kosten. Wegen der Höhe der Summe hat allerdings der Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landtages das letzte Wort. Dieser entscheidet am 3. Juli. Vorher darf die Stadt noch nicht planen und ausschreiben, sonst würde der Zuschuss verfallen.

Parallel dazu hatte die Stadt einen Antrag auf einen Bundeszuschuss gestellt. Aus einem Programm für die Förderung von Sportstätten würde der Bund sogar 50 Prozent der Kosten übernehmen. Allerdings sind die Mittel in diesem bundesweiten Fördertopf mit 25 Millionen Euro pro Jahr eher überschaubar. Die Stadt werde diesen Antrag aber vorläufig wohl noch nicht zurückziehen, so die Sprecherin der Stadt, Susanne Gorgs-Mager. "Wir wissen ja erst Anfang Juli, ob es mit dem Landeszuschuss wirklich klappt."

Oberbürgermeister Thomas Herzog ist dennoch hocherfreut, dass eine erste große Hürde für den Zuschussantrag genommen wurde. "Die Modernisierung des Schramberger Freibads ist ein wichtiger Impuls für die weitere positive Entwicklung unserer Stadt und insbesondere ein relevanter Baustein unserer Infrastruktur", erklärt er. Weil die Zustimmung des Landtags aber noch fehlt, ist der Jubel noch etwas verhalten. Das Freibad ist nach mehr als 40 Jahren technisch und ausstattungsmäßig ein Sanierungsfall. Es wird in diesem Jahr geschlossen bleiben.

Wenn möglich sollen die Arbeiten noch in diesem Jahr beginnen, ansonsten im zeitigen Frühjahr 2020, sodass das Bad 2021 wiedereröffnet werden kann. Als Sport-und Freizeiteinrichtung diene es den Einwohnern ebenso wie den Unternehmen bei der Standortsicherung und Gewinnung neuer Fachkräfte, so Herzog. "Darüber hinaus wird die Attraktivität des Stadtteils als Tourismusdestination im Schwarzwald gesteigert."