Tennenbronn (spr) Zu einem vermeintlichen Vollbrand an einem landwirtschaftlichen Gebäude im Zinken Ramstein musste die Feuerwehrabteilung Tennenbronn am Freitagmittag ausrücken. Auch die Drehleiter der St. Georgener Feuerwehr wurde angefordert. Der Gebäudebrand stellte sich aber als schwelender Siloballen heraus.

Gegen 12.45 Uhr wurden die Einsatzkräfte alarmiert. Aufgrund der Erstmeldung, dass es sich um einen Brand an einem landwirtschaftlichen Anwesen handeln solle, wurde nach Angaben von Abteilungskommandant Emanuel Reuss zunächst Vollalarm ausgelöst. „Es wurden vorsorglich die Abteilungen Schramberg und Sulgen mit alarmiert.“ Auch die anhaltende Trockenheit in dem Waldgebiet beunruhigte die Einsatzkräfte zunächst.

Bei der Ankunft der ersten Fahrzeuge der Tennenbronner Teilortswehr stellte sich heraus, dass ein Landwirt feststellte, dass sich ein im Wald gelagerter Siloballen entzündet hatte. Um größeren Schaden zu verhindern, zog der Landwirt den glimmenden Siloballen aus dem Wald auf eine Lichtung.

Die Feuerwehr breitete das Heu auseinander und lösche es großflächig ab. Wäre das Feuer im Anfangsstadium nicht rechtzeitig entdeckt worden, hätte daraus ein Großbrand werden können. „Der Wald hier ist staubtrocken“, so Reuss, der auf die Waldbrandgefahr und das weiterhin bestehende Grillverbot im Landkreis Rottweil hinwies.

Weshalb es zu dem Feuer des Siloballens kam, ob sich der Ballen möglicherweise selbst entzündet hat, ist derzeit unklar. Zu Selbstentzündungen kann es kommen, wenn frisch eingebrachtes Heu nicht vollständig trocken ist.

Durch mikrobiologische Prozesse kann sich das Innere des gepressten Heuballens dann immer stärker erwärmen, ein weiterer Temperaturanstieg erfolgt durch Enzyme und chemische Reaktionen, sodass weit über 100 Grad erreicht werden können. Es bilden sich Gärungsgase, die sich bereits bei Temperaturen um 100 Grad selbst entzünden können.