Die Tennenbronner Katholiken feierten Fronleichnam. Mit diesem Fest wird die leibliche Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie begangen. In der Liturgie wird es das Hochfest des Leibes und Blutes Christi genannt. Gefeiert wird Fronleichnam am 60. Tag nach dem Ostersonntag und wird am Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitstag begangen.

Musikalisch umrahmt wird die Fronleichnam Prozession durch den Musikverein Frohsinn Tennenbronn. An der Spitze läuft Dirigent Musikdirektor Thomas Michelfeit.
Musikalisch umrahmt wird die Fronleichnam Prozession durch den Musikverein Frohsinn Tennenbronn. An der Spitze läuft Dirigent Musikdirektor Thomas Michelfeit. | Bild: Werner Mueller

Bis 1246 reicht die Tradition des Hochfestes Fronleichnam zurück. Erstmals wurde in diesem Jahr das Fest der leiblichen Gegenwart Christi in der Eucharistie im Bistum Lüttich gefeiert. Papst Urban IV. erhob Fronleichnam zum Fest der Gesamtkirche. Und Papst Urban IV. wollte einen kirchlichen Feiertag im Kalender der Gesamtkirche einfügen.

Mit Kirchenchor und Musikverein

Mit dem Fronleichnamsfest kommt Pfarrer Paul Dieter Auer näher an sein Dienstende in der Seelsorgeeinheit St. Georgen-Tennenbronn. Zahlreiche Tennenbronner Katholiken und nicht wenige aus der St. Georgener Kirchengemeinde erlebten einen beeindruckenden Festgottesdienst. Mitgestaltet wurde der Festgottesdienst vom katholischen Kirchenchor unter der Leitung von Ute Haas-Woelke. Auch an der anschließenden Prozession beteiligte sich der Kirchenchor mit auf den Feiertag abgestimmten Liedern.

Drei Blumenbilder sind aufgebaut. Im Bild der Altar bei Paul Haas in der Hauptstraße.
Drei Blumenbilder sind aufgebaut. Im Bild der Altar bei Paul Haas in der Hauptstraße. | Bild: Werner Müller

Paul Dieter Auer erinnerte in der Festpredigt an Jesus Leben. Mit dem Tod Jesu waren Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit verschwunden. Organist Rainer Merckle unterstützte mit wohlklingendem Orgelspiel den Gemeindegesang. Der zweigeteilte Gottesdienst wurde, nach der Prozession durch die Hauptstraße und Löwenstraße, in der Kirche beendet.

Katholiken folgen Monstranz

Vor dem eigentlichen Umzug stellten sich die Musikerinnen und Musiker vom Musikverein Frohsinn unter der Leitung von Musikdirektor Thomas Michelfeit auf. Angestimmt war der Choral „Beim letzten Abendmahle“. In bedächtigem Schritt setzten sich die Gläubigen in Bewegung und folgten der Monstranz. Angelangt vor dem Haus von David Moosmann wurde innegehalten. Dort stand der von David Moosmann angefertigte Altar, den er bereits vor Jahrzehnten selbst gebaut hatte. Andreas Wolfgarten hielt die Andacht, und Paul Dieter Auer übernahm dann die Monstranz bis zum nächsten Altar vor dem Anwesen von Karl-Egon Roth. Beide, der Pfarrer und der Diakon, wechselten sich mit dem Gotteswort und dem Tragen der Monstranz ab. Der Kirchenchor sang an der zweiten Station, wie vor dem Anwesen von Paul Haas in der Hauptstraße, weitere geistliche Lieder. Der Musikverein Frohsinn spielte „Das Heil der Welt, Herr Jesu Christ“. Vor dem Altar bei Paul Haas sangen außerdem die Erstkommunikanten zur Gitarrenbegleitung. An allen Altarstationen hielt Hilde Rapp die Lesungen. Mit dabei waren die Ministranten und Kindergartenkinder.

Abschluss in Kirche

Nach dem Lied „O Welt, ich muss dich lassen“ führte der Musikverein Frohsinn die Teilnehmer zurück zur Kirche. Dort fand dann der Gottesdienstabschluss zum Hochfest Fronleichnam statt.