Lange Zeit waren Bauplätze so begehrt, dass man froh sein konnte, wenn man einen bekommen hat. Doch durch die veränderte Situation am Kapitalmarkt und bei den Materialpreisen hat sich das Blatt gewendet. Das zeigt ein Beispiel aus St. Georgens Stadtteil Langenschiltach.

Den gleichen Preis bezahlt

„Wir haben zwei Bauplätze in Langenschiltach zurückgekauft“, so sagte Bürgermeister Michael Rieger in der Sitzung des Gemeinderates. Das sei meist vertraglich geregelt, gezogen wird diese Option aber selten.

„Die beiden Plätze gingen zum gleichen Preis zurück“, sagt Rieger. Eventuelle Kaufnebenkosten, etwa die Kosten für einen Notar, trage dabei nicht die Stadt.

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Momentan sei die Nachfrage allgemein gering, das ist also auch in St. Georgen spürbar. Das sei, so auch Riegers Einschätzung, der Zins-und Preissituation geschuldet.

Entwicklung soll weitergehen

Eine generelle Abkehr davon, Baugebiete zu entwickeln, soll es nicht geben. „Insgesamt ist es gut, dass Bauplätze am Markt sind. Besser ist es doch, wir haben welche, falls Nachfragen da sind, als umgekehrt“, sagt der Bürgermeister.

Schon in der kommenden Woche soll es im Gemeinderat deshalb um das Baugebiet „Im Bühl“ gehen. Es wäre das erste städtische Baugebiet in der Kernstadt seit Jahren und liegt entlang der Bühlstraße. Der SÜDKURIER hatte über die Planungen dazu schon im Februar exklusiv berichtet.