Sie kommt im auffälligen Violett und im praktischen Scheckkartenformat daher. Und sie beschert Arbeitgebern, Arbeitnehmern und dem St. Georgener Einzelhandel gleichermaßen Freude. Die Hurra-Card erfreut sich wachsender Akzeptanz und erweist sich in der Corona-Zeit als gute Unterstützung für den St. Georgener Einzelhandel.

Holpriger Start für die Hurra-Card

Im Herbst 2018 wurde die exklusiv für den St. Georgener Handel entwickelte Hurra-Card ins Leben gerufen. Nach einem holprigen Start setzen seither immer mehr Arbeitgeber auf die Möglichkeit, ihren Mitarbeitern einen steuerfreien Zuschuss auf ihren Lohn oder das Gehalt draufzugeben.

Umsatz inzwischen verdoppelt

„Der Umsatz, der über die Hurra-Card generiert wurde, hat sich von 2019 auf 2020 glatt verdoppelt“, sagt Claudius Fichter, Vorsitzender des Handels- und Gewerbevereins. Konkrete Zahlen nennt er nicht, doch die Summe beläuft sich laut seinen Angaben im unteren fünfstelligen Bereich.

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Bonus vom Arbeitgeber für Mitarbeiter

So funktioniert die Gutscheinkarte: Bis zu 44 Euro monatlich können Arbeitgeber pro Mitarbeiter auf die Karte einzahlen. Der Bonus ist sowohl für Arbeitgeber als auch Mitarbeiter von Lohnnebenkosten befreit. Das bedeutet, dass dem Mitarbeiter die volle Summe ohne Abzüge zur Verfügung steht und der Arbeitgeber auf diesen Bonus ebenfalls keine Steuern zahlen muss.

Guthaben kann auch angespart werden

Die Handhabung der Karte ist einfach. Beim Bezahlvorgang wird der auf der Karte befindliche QR-Code gescannt. So lässt sich das aktuelle Guthaben direkt erkennen. Die Mitarbeiter sind nicht verpflichtet, das Guthaben jeden Monat auszugeben. Das Guthaben kann auch angesammelt werden. Eingelöst werden kann der Bonus ausschließlich in Geschäften des St. Georgener Einzelhandels.

Trotz Lockdown-Zeiten steigt der Bonuskarten-Umsatz

„So bleibt das Geld in der Stadt, wodurch wiederum die städtische Infrastruktur finanziert wird“, nennt Fichter, dass von dem System indirekt auch die gesamte Stadt profitiert. Was den HGV-Vorsitzenden besonders freut, ist, dass der über diese Gutscheinkarte generierte Umsatz im vergangenen Jahr verdoppelt wurde, obwohl eine Vielzahl der Geschäfte aufgrund des Corona-Lockdowns mehrere Wochen im Frühjahr und seit Mitte Dezember geschlossen sein mussten.

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24 Anbieter machen mit

In 24 Geschäften, von Lebensmittelgeschäften über Modeboutiquen, Haushaltswaren-, Optiker- und Schmuckgeschäften bis zu Tankstellen und Restaurants, kann die Gutscheinkarte eingelöst werden.

Guthaben verfällt nicht

„Das Schöne ist, dass das auf der Karte befindliche Guthaben nicht verfällt. So kann man auch für eine größere Anschaffung einige Monate ansparen“, weist Claudius Fichter auf einen weiteren Vorteil der Karte hin. So können die Karteninhaber auch, sobald die Geschäfte und Restaurants wieder öffnen, sich ganz der Einkaufsfreude in den örtlichen Geschäften hingeben.