Die beiden großen Kirchengemeinden in St. Georgen, die katholische Seelsorgeeinheit St. Georgen-Tennenbronn und die evangelische Kirchengemeinde, fahren unterschiedliche Strategien bei Erstkommunion und Konfirmation. Während die Katholiken die Erstkommunion bereits auf Juni verschoben haben, hält die evangelische Kirchengemeinde bislang an den Mai-Terminen fest.

23 Konfirmanden

„Im Moment sieht die Situation so aus wie im Oktober, wo ich drei Gottesdienste hintereinander gefeiert habe, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig in der Kirche sind“, sagt Pfarrer Roland Scharfenberg von der Lorenzgemeinde, der die Gottesdienste für die 23 Konfirmanden der Lorenz- und der Johannesgemeinde am 16. Mai feiern wird – vorbehaltlich der Entwicklung der Corona-Situation. Es gehe auch um „eine Planungsicherheit für die Eltern, die ja auch das Restaurant reservieren müssen, sofern das bis dahin möglich sein wird“.

Absehbare Probleme bei der Vorbereitung der Kommunionkinder

Für den katholischen Pfarrer Harald Dörflinger gestaltet sich die Situation anders. „Wir hätten den Termin am Weißen Sonntag am 11. April zwar halten können“, sagt er. Dass die Erstkommunion bereits jetzt auf Ende Juni verschoben wurde, habe den Grund, „dass wir die Kommunionkinder im strengen Lockdown bis dahin nicht zufriedenstellend würden vorbereiten können“.

Ostergottesdienste wieder als Präsenzangebot

Bevor die katholischen und die evangelischen Christen Kommunion und Konfirmation feiern können, steht das Osterfest an. Hier hoffen beide Konfessionen, dass die Ostergottesdienste im Wesentlichen als Präsenzgottesdienste gefeiert werden können. „Wir beginnen ab kommendem Sonntag wieder mit Präsenzgottesdiensten, die seit Weihnachten eingestellt waren“, sagt Scharfenberg.

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Wenn es die Situation ermögliche, sollen die Ostergottesdienste unter Corona-Regeln stattfinden: Mund-Nasenbedeckung tragen, zwei Meter Abstand wahren bei einer auf 30 Minuten begrenzten Dauer. Die Katholiken werden derzeit noch ermutigt, die Gottesdienste nach Möglichkeit von zuhause aus per Livestream zu verfolgen. Zu Ostern sollen die Gläubigen dann auch wieder in die Kirche kommen dürfen.