Reisen sind ohne größere Einschränkungen wieder möglich. In den vergangenen zwei Jahren, während der Corona-Pandemie, war das keine Selbstverständlichkeit.

Doch wie sieht es aktuell aus? Was wünschen sich die St. Georgener, wo Pfingsten vor der Türe steht? Auf jeden Fall verreisen oder doch lieber zuhause bleiben? Der SÜDKURIER hat fünf Menschen in St. Georgen gefragt, wonach ihnen der Sinn steht – mit ganz unterschiedlichen Antworten.

Rita Schyle
Rita Schyle | Bild: Werner Mueller

Für Rita Schyle fällt die Pfingstreise in diesem Jahr aus. Es gebe vielfältige Gründe dafür, dass sie daheimbleiben werde. „Spazieren gehen, das werde ich“, sagt sie. Verreisen wolle sie nicht. Dabei denke sie an frühere Jahre, als sie mit ihrem Mann auch mal nach Italien oder an die Nordsee gefahren ist. Städtereisen hätten sie auch gerne unternommen. „Während der Pfingsfeiertage werde ich mich an die schönen Reisen erinnern“, sagt Rita Schyle.

Wolfgang Hanke
Wolfgang Hanke | Bild: Werner Mueller

Für Wolfgang Hanke steht fest: „Wir werden an Pfingsten die Koffer packen und verreisen. Die ganze Familie geht in Urlaub, worauf wir uns auch freuen. Es geht nach Norderney“, sagt Hanke. „Als die Kinder noch klein waren, sind wir auch mal nach Spanien gefahren.“ Während der Corona-Pandemie habe er aber auch den eigenen Garten schätzen gelernt. Das bringe gute Ablenkung.

Lisa Barthillat
Lisa Barthillat | Bild: Werner Mueller

„Als Lehrerin habe ich ohnehin Pfingstferien“, sagt Lisa Barthillat. „Ich werde aber da bleiben, bis auf zwei Ausnahmen“, sagt sie über ihre Pläne. In Stuttgart und Hamburg wolle sie jeweils ein Musical besuchen. „Dann fahre ich zur Weltmeisterschaft im Motocross nach Teutschenthal bei Halle an der Saale. Zumindest mit diesen Vorhaben erlebe ich so etwas wie einen Kurzurlaub über Pfingsten“, sagt sie.

Roland Scheuer
Roland Scheuer | Bild: Werner Mueller

Etwas kritisch steht Roland Scheuer Unternehmungen über Pfingsten gegenüber. „Ich bleibe mit meiner Familie zuhause, sitze im Garten, werde grillen und es mir gut gehen lassen.“ Scheuer sagt, mit Familie und zwei Enkelkindern könne man als Rentner nicht viel unternehmen. Er habe 51 Jahre gearbeitet, die Politik vergesse die Rentner. „So muss ich mich im Alter gewaltig einschränken“, sagt Scheuer.

August Brucker
August Brucker | Bild: Werner Mueller

Etwas optimistischer schaut August Brucker auf Pfingsten. Wegfahren werde er aber nicht. Er hoffe endlich wieder auf Feste und Veranstaltungen. „Da komme ich unter Leute und irgendwo findet ein Fest statt.“ So fällt ihm beispielsweise der Schellenmarkt auf dem Fohrenbühl ein. Das sei oft ein Anlaufpunkt gewesen, um an Pfingsten unter Menschen zu sein. „Das unter die Leute gehen hat mir gefehlt und auf Feste gehe ich sowieso gerne.“