Ein Zeichen der Solidarität setzten am Sonntag Bewohner der Hofgemeinschaft des Untermühlbachhofs in Peterzell. Sie nahmen am bundesweiten Aktionstag der Menschenrechtsorganisation Seebrücke teil, die sich aktuell für die Evakuierung von Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln stark macht.

Leere Schuhpaare erinnern an Flüchtlinge

Vor dem Rathaus stellten sie etliche leere Schuhpaare auf und machten mit Plakaten auf die aktuelle Flüchtlingssituation in Griechenland aufmerksam. „Die leeren Schuhe sollen symbolisieren, dass es in der EU Platz für Menschen gibt“, erklären Helena Lützow und Amarin Lawton, die die Aktion in St. Georgen planten.

Lager auf griechischen Inseln sollen evakuiert werden

Konkret wollten sie mit der von der Organisation Seebrücke initiierten Protestaktion die Aufforderung an die Politik zur Evakuierung von Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln in der Ägäis unterstützen. Dort müssen derzeit 40 000 Menschen in den völlig überfüllten Lagern unter menschenunwürdigen Bedingungen ausharren.

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Furcht vor Ausbreitung des Coronavirus

Aufgrund der Corona-Krise sind zwei Lager unter Quarantäne gestellt worden, nachdem bei mehreren Personen eine Infektion mit dem Covid-19-Erreger festgestellt wurde.

Vergleich mit Touristen-Rückholaktion

Mehrere Menschenrechtsorganisationen, darunter auch die Seebrücke, fordern seit Wochen eine Evakuierung dieser völlig überfüllten Flüchtlingslager. „Wenn zehntausende Touristen mit dem Flugzeug aus anderen Ländern zurückgeholt wurden, dann muss das auch mit den 40 000 Flüchtlingen gehen“, argumentierten die Initiatoren der St. Georgener Protestaktion.

Demo-Teilnehmer leben sowieso alle unter einem Dach

Nun sind aufgrund der Corona-Situation keine großen Protestaktionen möglich und nur wenige Passanten und Autofahrer konnten die Aktion vor dem Rathaus wahrnehmen. Um ihrer Aktion dennoch viel Aufmerksamkeit zukommen lassen zu können, haben die Teilnehmer, die alle unter demselben Dach leben und sich deshalb nach ihrer Überzeugung zu sechst an einem Ort aufhalten konnten, ihre Aktion fotografiert und in den sozialen Medien verbreitet.

Geschlossene Grenzen verhindern Griechenland-Reise

Wie Hans-Hartwig Lützow ergänzte, haben er und einige Mitstreiter noch vor einigen Wochen eine humanitäre Geste geplant. „Wir wollten nach Griechenland fahren und dort einige unbegleitete Kinder und Jugendliche holen. Doch die Grenzen sind ja leider zu.“

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