240 Beschäftigte der Schulen und Kindertageseinrichtungen in St. Georgen kommen laut Aussage der Verwaltung für die Gratistests in Frage. Die Stadt hat hierfür 2400 Schnelltests für die von der Landesregierung initiierte Aktion geordert. Wie der Leiter des Ordnungsamtes, Markus Esterle sagt, haben das Angebot in der ersten Woche 27 Personen in Anspruch genommen. „Wir haben mit mehr gerechnet“, gibt Esterle auf Nachfrage zu.

Dass die erste Woche eher verhalten war, hat mehrere Gründe. Wie der Schulleiter des Thomas-Strittmatter-Gymnasiums, Ralf Heinrich, erklärt, „sind derzeit nur ein Drittel unserer Lehrer da. Und die nicht regelmäßig.“ Zum einen würden Lehrkräfte, die etwa in Villingen wohnen, deswegen nicht extra nach St. Georgen kommen, sondern ihre jeweiligen Hausärzte aufsuchen. Zum anderen wurden Lehrer und Erzieher in der Impfreihenfolge vorgezogen und können seit Mittwoch Termine für eine Corona-Impfung vereinbaren. Heinrich geht davon aus, dass, sobald die Lehrer geimpft seien, das Interesse an den Schnelltests steigen wird. „Die Schnelltests machen nach dem Impfen einfach mehr Sinn.“ Auch Jörg Westermann von der Robert-Gerwig-Schule sagt, dass „derzeit nur zwölf Lehrer bis 12 Uhr an der Schule sind“. Auch er kritisiert die Öffnungszeit am Nachmittag. „Die Kollegen und Kolleginnen lassen sich dann an ihrem Wohnort testen.“ Darauf angesprochen, sagt Mediziner Oliver Freischlader, dass eine Öffnungszeit der Fieberambulanz am Vormittag für die Hausärzte, die die Dienste übernehmen, nur schwer umzusetzen sei.

Ein Vater macht die Tests beim „Spatzennest“-Team

Die Beschäftigten in den Kindertageseinrichtungen begrüßen die Möglichkeit für kostenlose Tests. Wie die Leiterin des Kindergartens „Pusteblume“ in Peterzell, Dagmar Bresinski sagt, „hätten sich die Mitarbeiterinnen allerdings gewünscht, dass die Tests frühmorgens in der Kita gemacht würden“. Im Kindergarten „Spatzennest“ in Langenschiltach übernimmt ein Kita-Papa zwei Mal pro Woche die Tests für das gesamte Team. „Das ist toll, da müssen wir nirgends anders hinfahren“, so Leiterin Heike Eble. Von den „Stadtzwergen“ habe der überwiegende Teil der Mitarbeiterinnen das Angebot bereits genutzt, wie die stellvertretende Leiterin Lisa Bischler-Hörmann sagt.