Die ehemaligen Grässlin-Gebäude an der Bundesstraße sind verkauft und noch weiß niemand in St. Georgen, was mit ihnen geschehen soll. Trotzdem hat der Gemeinderat sich nun mit dem Thema auseinandergesetzt und eine sogenannte Veränderungssperre verhängt. „Wir bekommen darin langsam Routine“, so Bürgermeister Michael Rieger. Aktuell gibt es eine solche bereits beim sogenannten Haller-Areal, wo die Stadt eine Ansiedlung von Einzelhändlern verhindern wollte.

Sinn der Sperre

Hintergrund ist, dass der Stadt nicht bekannt ist, was der Käufer mit dem Gelände vor hat. „Noch war niemand da, um ein Projekt vorzustellen“, sagte Bürgermeister Michael Rieger. Erst in der kommenden Woche soll es dieses Gespräch geben. Durch die Sperre, die der Gemeinderat beschlossen hat, ist aber gesichert, dass nichts geschieht, was nicht im Sinne der Kommune passiert. Sämtliche Maßnahmen müssen nun vorher abgesprochen werden.

Zahlreiche Altlasten

Ein interessantes Detail aus der Vergangenheit: Für das Gelände, auf die Gebäude stehen, gibt es keinen gültigen Bebauungsplan. Der, den man damals aufstellte, erlangte nie Rechtskraft, weil die Zustimmung vom Regierungspräsidium verwehrt wurde. Stadtbaumeister Alexander Tröndle sieht ein „durchaus interessantes Gebiet für gewerbliche Entwicklung“.

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Das gelte, so Tröndle, obwohl es auch einige Hürden auf dem Gelände gibt. Unter anderem ist der Boden belastet. Sobald es eine Veränderung gebe, bestehe Handlungszwang. Außerdem sei dort wohl früher ein Teil der Kläranlage gewesen, deshalb verlaufe auf dem Gelände ein Kanalnetz. Der Stadtbaumeister rechnet damit, dass es „keine einfache Bebauung“ wird.

Ingo Schorlemmer, Pressesprecher der Kanzlei Schultze&Braun, die für das Insolvenzverfahren der ehemaligen Grässlin-Firma zuständig ist, sagte dem SÜDKURIER kürzlich, dass der Investor wohl plane, die markanten Gebäude zu erhalten. Weiteres, unter anderem den Namen des Investors, dürfe er nicht nennen.