Es sah nicht gut aus für die Schüler, die in diesem Jahr am Technologiewettbewerb „Formel 1 in der Schule“ teilgenommen haben. Denn wie fast alle anderen Veranstaltungen auch, wurde der Wettkampf, der am 14. März hätte stattfinden sollen, wegen der aufkommenden Corona-Pandemie abgesagt. Es fand sich aber dennoch eine Lösung, und die Schüler-Teams konnten ihre fertigen Boliden einsenden.

So machte es auch das Team „Cubic Racing“ vom Thomas-Strittmatter-Gymnasium, das dann sozusagen postwendend direkt zum baden-württembergischen Landesmeister gekürt wurde. In diesem Jahr nahmen in Deutschland immerhin rund 160 Teams aus 79 Schulen an den verschiedenen Regionalwettbewerben teil.

Marketing und Technik

„Cubic Racing“ ist ein Team aus sechs St. Georgener Schüler, das seit Sommer 2019 einen eigenen Miniatur-Formel-1-Wagen entwickelt und gebaut hat. Mit moderner Konstruktionssoftware und neuartigen Produktionsmethoden wie dem 3D-Druck ist es ihnen gelungen, einen Rennwagen zu bauen, der sich beim Wettbewerb auf einer 20 Meter langen Rennbahn gegen die Konkurrenz durchgesetzt hat.

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Dazu war aber nicht nur die stetige technische Verbesserung in eigenen Versuchen und etwa mit Strömungssimulationen nötig, sondern auch der rege Austausch mit Sponsoren und Unterstützern. Aufgabenbereiche wie Teammanagement, Konstruktion und Grafikdesign machen deutlich, dass es bei diesem Wettbewerb nicht nur um das Fahrzeug geht, sondern auch um die Wahrnehmung nach außen. Schließlich ist es damit im Fall der sechs Bergstädter Schüler gelungen, einen fünfstelligen Betrag von Sponsoren zu akquirieren.

Dass das Team bei seiner diesjährigen Teilnahme an dem Wettbewerb gleich die Landesmeisterschaft holen würde, war dann aber doch eine Überraschung. Damit haben sich die St. Georgener nun für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. In welcher Form diese dann stattfinden wird, ist aber im Augenblick noch ungewiss.