Nach zwei Wochen ist schon wieder Schluss mit dem Partybus an der Bundesstraße in Peterzell. Wie der Betreiber Daniele Tremuoto über die sozialen Medien mitteilt, wird er seinen Partybus und seinen Imbiss gegenüber der Sängerhalle „vorerst nicht mehr öffnen können“. Über die Hintergründe wollte sich der Betreiber gegenüber dem SÜDKURIER nicht äußern.

Bürokratische Hürden unterschätzt

Wie der SÜDKURIER recherchierte, hat der Betreiber offensichtlich die bürokratischen Hürden unterschätzt. Wie die Sprecherin des Landratsamtes, Heike Frank, auf Nachfrage mitteilt, gab es Genehmigungsprobleme aufgrund des gewählten Standortes. „Wer einen Foodbus als Gebäudeersatz auf Dauer an einem festen Standort betreiben will, benötigt hierfür eine baurechtliche Genehmigung, da es sich dann um eine bauliche Anlage handelt“, so die Sprecherin des Landratsamtes.

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Da sich der derzeit gewählte Standort des Busses, der auf einem Privatgrundstück abgestellt ist, im Außenbereich befindet und dort bis auf wenige privilegierte Ausnahmen wie landwirtschaftlichen Betrieben ein grundsätzliches Bauverbot besteht, konnte hierfür keine baurechtliche Genehmigung in Aussicht gestellt werden. Da zudem an dem Partybus auch alkoholische Getränke ausgeschenkt werden sollten, wäre zusätzlich eine Gaststättenerlaubnis erforderlich gewesen. „Grundlage für eine Gaststättenerlaubnis ist jedoch, dass es sich um ein baurechtlich genehmigungsfähiges Vorhaben handelt“, so Frank.

Kritik schon vor der Eröffnung

Bereits vor der Eröffnung des Partybusses gab es für das Konzept Kritik. In der Gemeinderatssitzung kritisierte der Peterzeller Ortsvorsteher Klaus Lauble, dass der Bus zu nah am Wohngebiet abgestellt sei. Er befürchtete Lärmbelästigung für die dortigen Anwohner. Auch Bürgermeister Michael Rieger machte deutlich, dass ihm sowohl die Gastronomieform als auch der Standort ein Dorn im Auge ist.

Kurz vor Eröffnung noch zuversichtlich

Dabei gab sich der Partybusbetreiber wenige Tage vor der Inbetriebnahme seines Partybusses noch sehr zuversichtlich und betonte, dass der Partybus nur freitags und samstags ab spätnachmittags bis 22 Uhr in Betrieb gewesen wäre, um junge Gäste auf den bevorstehenden Abend einzustimmen.

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