Die Roßbergsporthalle in St. Georgen wurde am Samstag in ein Impfzentrum im Kleinformat umgewandelt. Der städtische Bauhof St. Georgen hat die Umwandlung der Sporthalle meisterlich abgewickelt. Denn am vergangenen Samstag strömten 760 impfwillige aus St. Georgen und Königsfeld in die Bergstadt, um den Impftermin mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer wahrzunehmen. Es war für die Gemeinde St. Georgen und Königsfeld erstmals eine gemeinsame Veranstaltung, bei der es um die Gesundheit der Bevölkerung gehe. Wie Giovanni Costatino, Leiter Zentrale Steuerung und Dienste im Rathaus St. Georgen sagte, waren die 760 möglichen Impftermine bis zum vergangenen Donnerstag noch nicht alle vergeben. „Am Freitag haben sich die letzten Teilnehmer noch auf der Internetseite der Stadt angemeldet.“

Giovanni Costantino und Julia Merkle sind für das Catering zuständig. Den Helfern werden verschieden Gebäcke, Brezeln, Obst und Kaffee angeboten.
Giovanni Costantino und Julia Merkle sind für das Catering zuständig. Den Helfern werden verschieden Gebäcke, Brezeln, Obst und Kaffee angeboten. | Bild: Werner Mueller

Vor allem wurden bereits im Vorfeld alle möglichen organisatorischen Vorbereitungen getroffen. Der städtische Bauhof bewältigte am Freitag den umfangreichen Ausbau. Am Samstagmorgen war die Freiwillige Feuerwehr St. Georgen mit dem Einweisen den ankommenden Impfwilligen beschäftigt und am Nachmittag übernahm die Feuerwehrabteilung Königsfeld diese Aufgabe. Noch vor dem Einlass der zu Impfenden war Bürgermeister Michael Rieger vor Ort.

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Er überzeugte sich vom Aufbau und sprach den an der Impfaktion beteiligten Personen seinen Dank und Anerkennung aus. Alle Helfer wurden vor Beginn der Impfaktion einem Schnelltest unterzogen, so Willi Hils vom DRK St. Georgen.

Bei Hannah Schmidt, Vanessa Eckstein und Jenny Hetzel kommen die vielen Laufzettel zur Weiterverarbeitung an.
Bei Hannah Schmidt, Vanessa Eckstein und Jenny Hetzel kommen die vielen Laufzettel zur Weiterverarbeitung an. | Bild: Werner Mueller

Alle Teilnehmenden konnten mit der Anmeldung die notwendigen Formulare aus dem Internet herunterladen, ausfüllen und mitbringen. Hinter der Eingangstüre stand Melanie Reinl mit dem elektronischen Thermometer, denn bei allen Ankommenden wurde die Körpertemperatur gemessen und notiert.

Melanie Reinl misst bei einer Impfteilnehmerin beim Eintritt zur Impfstation die Körpertemperatur mit dem elektronischen Thermometer.
Melanie Reinl misst bei einer Impfteilnehmerin beim Eintritt zur Impfstation die Körpertemperatur mit dem elektronischen Thermometer. | Bild: Werner Mueller

Bei Sabine Storz erfolgte die Anmeldung. Christian Pflumm, Vollzugsbediensteter der Stadt, Julia Merkle, zuständig für Kultur, Veranstaltungen und Museen und Giovanni Costatino, waren für den Organisationsablauf in der Sporthalle zuständig. Weitere städtischen Mitarbeiter waren in zwei Schichten im Einsatz. Während der Impfaktion war in der Sporthalle eine komplette IT-Anlage mit Wlan angeschlossen.

Mit ruhiger Hand und hoher Konzentration wird der Impfstoff aus den Fläschchen entnommen. Sechs Spritzen werden befüllt. Im Bild von links Ester Esle, Sandra Wiegert und Kathja Stengg. Die Station wird im Zweischichtbetrieb betrieben.
Mit ruhiger Hand und hoher Konzentration wird der Impfstoff aus den Fläschchen entnommen. Sechs Spritzen werden befüllt. Im Bild von links Ester Esle, Sandra Wiegert und Kathja Stengg. Die Station wird im Zweischichtbetrieb betrieben. | Bild: Werner Mueller

Das aus Offenburg angereiste mobile Impfteam bestand in der ersten Schicht aus 24- und in der zweiten Schicht aus 25 Mitarbeitern. Als weitere Helfer waren Mitglieder des DRK St. Georgen samt Rettungswagen im Einsatz. Der Wartebereich in der Halle wurde genutzt, wenn mehrere Besucher vor Ort waren. An der ersten Beratungsstelle wurden die Krankenkassenkärtchen eingelesen.

„Ausgerechnet ich werde fotografiert, dabei habe ich habe Angst vor Spritzen“, sagt Manuela Semmler. Mit großer Sorgfalt verabreicht Margit Wohlgethan vom Impfteam das Vakzin in den Oberarm.
„Ausgerechnet ich werde fotografiert, dabei habe ich habe Angst vor Spritzen“, sagt Manuela Semmler. Mit großer Sorgfalt verabreicht Margit Wohlgethan vom Impfteam das Vakzin in den Oberarm. | Bild: Werner Mueller

Die daraus gewonnenen Daten wurden auf dem Anamnesebogen und Laufzettel ausgedruckt und dem zu Impfenden mit auf den Weg gegeben. An allen Stationen waren die Helfer mit höchster Konzentration und in absoluter Ruhe im Einsatz. Nachdem das Impfen vorbei war, musste man eine halbe Stunde warten, bevor die Halle durch den Seitenausgang verlassen werden konnte. In einem Extrabereich wurde der Impfstoff von Biontech/Pfizer unter hygienischen Bedingungen in die Spritzen abgefüllt. Aus jedem Fläschchen konnten sechs Impfdosen entnommen werden.