Ein Klavierwettbewerb stellt in Corona-Zeiten eine besondere Herausforderung dar. Die St. Georgener Pianistin Gabriele König lässt sich davon nicht beirren. Am Wochenende veranstaltet sie den von ihr initiierten Reinhold-Glière-Klavierwettbewerb. Ein Teil der Teilnehmer wird dabei nicht nur virtuos zu hören, sondern auch lediglich virtuell zu sehen sein.

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Gabriele König macht deutlich, dass der 8. Internationale Reinhold-Glière-Klavierwettbewerb ein ganz besonderer sein wird. „Wir haben kein Publikum, es gibt kein Preisträgerkonzert und keine Preisverleihung“, zählt die Klavierlehrerin auf.

  • Videobeiträge: Noch nicht einmal die 25 Teilnehmer werden alle persönlich anwesend sein. „Die Teilnehmer, die von weit weg kommen, etwa aus Luxemburg, Berlin und Kassel, werden eine Videoaufnahme zusenden, die von der Jury bewertet wird.“ So sparen sich die Teilnehmer lange Anreisen und Kosten. „Es ist immer ungünstig, dass die Teilnehmer fünf Stunden oder länger anreisen, 15 Minuten musizieren und wieder fünf Stunden nach Hause fahren“, so König.
  • Hygienemaßnahmen: Vor Ort werden am ersten Wettbewerbstag ausschließlich die Teilnehmer aus St. Georgen und der Region sein, am zweiten diejenigen, die aus Baden-Württemberg stammen. „Wir werden natürlich alle Corona-Regeln streng beachten, das bedeutet, Mund-Nasenschutz tragen, Abstand halten und Hände waschen, beziehungsweise desinfizieren“, sagt die Organisatorin. In dem Saal der Jugendmusikschule, in dem bis zu 100 Personen Platz haben, wird es jeweils nur 15 Zuhörer geben. „Das sind jeweils die Eltern, Großeltern und Geschwister und Musiklehrer der Teilnehmer.“ „Nach jedem Wettbewerbsbeitrag wechseln die Zuhörer und die Instrumente werden desinfiziert.“ Da die empfindlichen Pianotasten durch ein handelsübliches Desinfektionsmittel beschädigt würden, werden die Tasten mit Bio-Seife gereinigt.
Die Tasten des Instruments werden nach jedem Teilnehmer mit Bio-Seife gereinigt.
Die Tasten des Instruments werden nach jedem Teilnehmer mit Bio-Seife gereinigt. | Bild: Sprich, Roland
  • Positives: Gabriele König ist dankbar, dass sich trotz der schwierigen Bedingungen 25 Teilnehmer für den Wettbewerb angemeldet haben. Einen positiven Effekt sieht sie trotz aller Herausforderungen. Da die Kinder in der Kategorie Duo nicht mit fremden Kindern an einem Klavier sitzen und musizieren dürfen, kann neben dem Klavierlehrer beispielsweise auch ein Elternteil ihr Kind am Klavier begleiten. „So bekommt man die Eltern auch dazu, gemeinsam mit ihren Kindern zu musizieren.“

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