Es ist bislang kein wirklich schöner Anblick. Das städtische Grundstück zwischen den Häusern 25 und 27 „Im Beifang„ liegt brach. Damit sich das ändert, wollen nun die Anwohner selbst anpacken. Einer von ihnen, Frank Laabs, erklärte dem Gemeinderat nun, was er und seine Nachbarn geplant haben.

Anwohner stiften Bäume

Gemeinsam haben sie sich das Motto „Blüten und Obstbäume statt Ahorn und Gras“ gesetzt. Dazu soll der alte Baumbestand bis auf eine Kastanie entfernt werden. Diese sei „ein echter Blickfang“, und bleibt entsprechend stehen, wie Frank Laabs meinte. In der Folge wollen die Anwohner einige Obstbäume pflanzen, die sie selbst stiften und für die sie die Patenschaft übernehmen.

Das Aufstellen von Bienenhotels soll zudem für eine Ansiedlung von Wildbienen und zusätzliche Nachhaltigkeit sorgen. Eine Blumenwiese wollen die Anwohner ebenfalls anlegen. „Wir wollen ein Kleinod schaffen, reich an Artenvielfalt für Anrainer und Bewohner des betreuten Wohnens, die sich bei einer Rast auf den vorhandenen Parkbänken an den Wildblumen und Obstblüten erfreuen können“, so heißt es in der Sitzungsvorlage des Gemeinderats zur Begründung der Bürger. Kindern soll die Freifläche als Spiel- und Freizeitmöglichkeit in näherer Umgebung erhalten bleiben.

Rat steuert ein Gewächs bei

Kinder und Jugendliche wolle man hierzu mit einbinden. Des Weiteren sei beispielsweise geplant, die Bewegung „Fridays for future„ anzusprechen und zur Mitgestaltung zu animieren. Der Gemeinderat hat seine Zustimmung für das Projekt erteilt. Die Mitglieder des Gremiums lobten die Eigeninitiative. Bürgermeister Michael Rieger regte zudem an, dass das Gremium gemeinsam einen weiteren Baum stiftet. Auch darauf einigte man sich. Das Projekt der Bürger konnte direkt starten, in einem ersten Schritt mussten die Bäume gefällt werden. In einem weiteren hoffen sie auf wertvolle Tipps der Experten in der Stadtgärtnerei.