Die Zahl der Absagen aufgrund der Corona-Pandemie häuft sich wieder – jetzt ist in St. Georgen auch die Jugendgemeinderatswahl im Dezember abgesagt. Sie war bereits detailliert vorgeplant und die Bewerbungsfrist war schon angelaufen. Die Stadtverwaltung bremst die Wahl jetzt aber aus.

Verwaltung ist stark belastet

„Wir schaffen es nicht“, sagt Markus Esterle, Leiter des Amtes für Ordnung, Bildung und Soziales, auf eine Anfrage des SÜDKURIER. Die Verwaltung sei aufgrund der Pandemie derzeit wieder stark gefordert. Sein Amt müsse beispielsweise zahlreiche Absonderungsbescheinigungen ausstellen.

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Aufgrund der derzeit hohen Zahlen eine herausfordernde Aufgabe. Zudem gäbe es auch zahlreiche Anrufe mit Fragen rund um die aktuelle Situation. Auch für die Kontrolle der Einhaltung der aktuellen Regeln ist das Amt von Markus Esterle zuständig.

„Das war nicht mehr zu verantworten.“
Markus Esterle über die abgesagte Beteiligungswerkstatt

Zudem musste die Beteiligungswerkstatt, an der in der Stadthalle 80 Schüler teilnehmen sollten, kurzfristig abgesagt werden. „Das war nicht mehr zu verantworten“, so Markus Esterle. Erst recht nicht, nachdem der Landkreis eine Allgemeinverfügung erlassen hat.

Für Digital ist es zu spät

Gleichzeitig wäre diese Diskussion aber als Grundlage für das Engagement der Jugendlichen wichtig gewesen. Auch, um eine ausreichende Anzahl an Bewerbungen für das Gremium zu bekommen. Dabei gewesen wären Vertreter aus den einzelnen Klassen. Die Veranstaltung digital zu organisieren wäre aber so kurzfristig und auch in der Umsetzung schwierig geworden. Denn eine Diskussion im virtuellen Raum in aller Regel weniger lebhaft ist.

Noch vor Fasnacht geplant

Und so bleibt der aktuelle Jugendgemeinderat noch etwas länger im Amt – ohnehin schon ein Jahr länger als ursprünglich geplant. „Wir wollen die Wahlen aber noch vor Fasnacht nachholen“, so Markus Esterle.