Der neue Impfstützpunkt für den westlichen Landkreis in St. Georgen geht an diesem Samstag, 11. Dezember, in Betrieb. Von 11 bis 16 Uhr können im Gebäude der ehemaligen Firma A. Maier in der Gewerbehallenstraße Erst-, Zweit- und Boosterimpfungen ohne Termin verabreicht werden. Impfstoffe sind ausreichend vorhanden. Für Kinder von fünf bis elf Jahren wird es gesonderte Impftermine geben.

Innerhalb weniger Tage hat das Landratsamt auf dringenden Wunsch von Bürgermeister Michael Rieger in der ehemaligen Fabrikhalle der Firma A. Maier den dritten Impfstützpunkt im Schwarzwald-Baar-Kreis aufgebaut. Bei einem Pressetermin stellten die Verantwortlichen von Stadt und Landratsamt die Räumlichkeit vor.

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„Im Schwarzwald-Baar-Kreis sind Erstimpfungen noch ein großes Thema“, sagte Landrat Sven Hinterseh. Hier hängt die Impfquote laut RKI mit 61,4 Prozent der Einwohner mit Vollimunisierung hinter dem Landesdurchschnitt von 67,5 Prozent deutlich hinterher.

Hier werden die Personen registriert.
Hier werden die Personen registriert. | Bild: Sprich, Roland

Ärzte sollen entlastet werden

Die zentralen Impfstützpunkte wurden eingerichtet, um die niedergelassenen Ärzte in den Kommunen zu entlasten. „Wir haben festgestellt, dass die Menge der Menschen, die sich impfen lassen wollen, von den Ärzten allein nicht gestemmt werden kann.“ Hinterseh hob die Leistung der Mediziner hervor, die teilweise auch an den Wochenenden Impfaktionen anbieten. „Die Ärzte hier leisten herausragende Arbeit.“

In solchen Kabinen finden die Arztgespräche statt. Danach geht‘s zum Impfen.
In solchen Kabinen finden die Arztgespräche statt. Danach geht‘s zum Impfen. | Bild: Sprich, Roland

Impfen ohne Frieren

Mit der Einrichtung zentraler Impfstützpunkte in Gebäuden wolle man darauf reagieren, dass man den Menschen jetzt im Winter keine langen Wartezeiten in der Kälte zumuten wolle. Den Standort in der St. Georgener Stadtmitte bezeichnete Hinterseh darüber hinaus als ideal. „Die Öffnungszeiten aller Impfstützpunkte zusammengenommen kann man sich jetzt an sieben Tagen in der Woche im Schwarzwald-Baar-Kreis impfen lassen.“

Der Wartebereich im Warmen und Trockenen.
Der Wartebereich im Warmen und Trockenen. | Bild: Sprich, Roland

Bürgermeister Michael Rieger dankte dem Landrat dafür, dass St. Georgen bei der Einrichtung eines weiteren Impfstützpunktes berücksichtigt wurde. Es sei eine wichtige Einrichtung nicht nur für die Bürger von St. Georgen, sondern für alle Einwohner in den westlichen Gemeinden des Landkreises, von Gütenbach und Vöhrenbach über Furtwangen, Schonach, Schönwald und Triberg.

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„Jetzt haben wir die Möglichkeit vor der Haustüre und die Menschen müssen nicht mehr weit fahren, was angesichts der winterlichen Straßenverhältnisse auch ein zusätzlicher Vorteil ist.“ Er hoffe, dass das Angebot von vielen Menschen angenommen werde, sich in den kommenden Wochen impfen zu lassen. „Wir haben in St. Georgen leider eine der höchsten Inzidenzen im gesamten Schwarzwald-Baar-Kreis.“

Mit einer Impfstraße geht es los

Wie die Managerin des St. Georgener Impfstützpunktes, Anne Derday sagt, die auch den Impfstützpunkt im Schwarzwald-Baar-Center in Villingen-Schwenningen sowie den neu eröffneten in Donaueschingen leitet, sind im A. Maier-Gebäude zwei Impfstraßen aufgebaut. „Wir starten mit einer Impfstraße.“ Verimpft werden die Impfstoffe von Biontech, Moderna und Johnson&Johnson. Das Personal am ersten Tag wird gestellt vom Kreisverband des DRK St. Georgen und Donaueschingen.

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Die stehen, zum Start am Samstag, in jeweils ausreichender Menge zur Verfügung. Die derzeit eingeschränkten Öffnungszeiten (Siehe „Hier wird geimpft“) begründet Derday damit, dass derzeit nicht ausreichend medizinisches Personal zur Verfügung steht. „Wir benötigen dringend Medizinische Fachangestellte“, sagt sie.

Impftermine für Kinder in Planung

Hinterseh und Derday wiesen darauf hin, dass für Kinder zwischen fünf und elf Jahren, für die die ständige Impfkommission (Stiko) aktuell eine Schutzimpfung gegen Covid-19 empfiehlt, separate Impftermine angeboten werden. „Zunächst in Villingen-Schwenningen, später hoffen wir, Kinderimpftermine an allen Standorten anbieten zu können.“