Die Bezeichnungen für das neue Logo der Stadt St. Georgen waren anfangs wenig schmeichelhaft. Eine angefressene Acht sei das Logo – auch den Sinn dahinter verstand auf den ersten Blick wohl kaum jemand. Immer wieder gab es an unterschiedlichen Stellen Diskussionen über das, was nach außen künftig für St. Georgen stehen sollte.

Bis ein Logo wirke, brauche es Zeit, hatte Grafiker Andreas Burwig gesagt, dessen Werk das Logo ist. Burwig selbst lebt in Stockburg, kennt St. Georgen also gut, hatte beim Entwickeln des Markenzeichens Heimspiel. Dieses gibt es nun seit zwei Jahren. Zeit genug, um das Logo zu etablieren?

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Ja und nein, sagt Burwig heute.

Die Außensicht

Großen Zuspruch gebe es von allen Auswärtigen, die auf das Logo der Stadt St. Georgen aufmerksam werden. „Da gibt es eine sehr positive Resonanz“, sagt er.

Das Logo auf einem Plakat für die PCR-Test-Abstrichstelle.
Das Logo auf einem Plakat für die PCR-Test-Abstrichstelle. | Bild: Ganter, Patrick

Man erkenne das Werk als Marke der Stadt. Ohnehin ein Trend, den der Grafiker beobachte. Dass auch Kommunen sich um ihre Außendarstellung intensiv bemühen.

Die Innensicht

In St. Georgen selbst, sagt Burwig, gibt es noch immer vereinzelt auch kritische Stimmen. Oft auch, weil viele den Unterschied zwischen dem Wappen und einem Logo nicht verstünden. Denn das historische Stadtwappen, das den Heiligen Georg auf roten Grund zeigt, gibt es nach wie vor. Es ist nicht durch das Logo ersetzt, sondern nur dadurch ergänzt worden.

Corona bremst auch das Logo

In gewisser Weise bremse auch die Corona-Pandemie das Logo aus. „Weil es deutlich weniger Veranstaltungen gibt“, sagt Burwig. Denn das würde helfen, wenn auch Plakate, am besten in großer Zahl, immer wieder damit zu sehen wären.

Der Grafiker Andreas Burwig hat das Logo entworfen. Hier bei der Vorstellung des Logos in der Sitzung des Gemeinderats im Januar 2020.
Der Grafiker Andreas Burwig hat das Logo entworfen. Hier bei der Vorstellung des Logos in der Sitzung des Gemeinderats im Januar 2020. | Bild: Sprich, Roland

Das größte und wichtigste Ereignis hierfür, das Stadtfest, fand beispielsweise zuletzt 2019 statt – noch vor Einführung des Logos im Januar 2020.

„Es hat sich für uns etabliert.“
Michael Rieger, Bürgermeister

Dass es anfangs kritische Reaktionen gab, ist für Bürgermeister Michael Rieger mittlerweile überwunden. Das sei heutzutage bei allem, was man tut, normal. „Es hat sich für uns etabliert“, sagt er über das Logo. „Im Übrigen ist beim Logo das eingetreten, was wichtig ist. Es wird darüber geredet“, so Rieger. Auf sei Frage bei Bewerbern, warum ihnen die Stellenanzeige aufgefallen sei, werde das Logo auch erwähnt.

Insofern sei die Diskussion um das Logo für den Bürgermeister längst überwunden. Rieger selbst mag das Markenzeichen. „Das Logo gefällt mir, Geschmäcker sind allerdings verschieden“, sagt er. „Es wurde von Werbefachleuten entworfen und ich verlasse mich gerne auch mal auf diejenigen, die etwas von Werbung verstehen.“

Bürgermeister Michael Rieger am Rednerpult mit Stadtlogo – das Foto ist im September 2021 beim Bürgerinformationsabend in der ...
Bürgermeister Michael Rieger am Rednerpult mit Stadtlogo – das Foto ist im September 2021 beim Bürgerinformationsabend in der Stadthalle entstanden. | Bild: Sprich, Roland

Und ganz selbstbewusst sagt Rieger auch: „Wir scheuen nicht den Vergleich mit anderen Logos.“