Nach fast eineinhalbjährigem Corona-Dämmerschlaf öffnet das Wanderheim „Lindenbüble“ in Langenschiltach ab 5. September immer sonntags wieder für Tagesgäste. Derzeit sind die Wanderheimwarte Axel Heinzmann und Marc Lieber, zusammen mit weiteren helfenden Händen, damit beschäftigt, das Wanderheim her- und gemäß der geltenden Corona-Verordnung einzurichten. Dabei bereitet manche Vorgabe den Wanderheimwarten noch Kopfzerbrechen.

Weil der Abstand zu gering ist, müssen sie einen Tisch entfernen.
Weil der Abstand zu gering ist, müssen sie einen Tisch entfernen. | Bild: Sprich, Roland

Mit dem Zollstock überprüft Axel Heinzmann die Abstände zwischen den Tischen in der kleinen Gaststube. „Der Abstand reicht nicht, ein Tisch muss raus“, stellt er fest und schleppt gemeinsam mit Marc Lieber einen der Tische aus dem Raum. In der Zwischenzeit sind Kirsten Heinzmann und Nadine Lieber damit beschäftigt, Hinweisschilder anzubringen, die auf die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln und die Maskenpflicht hinweisen.

„Wir wollen das ‚Lindenbüble‘ bis zum Saisonende für zwei Monate sonntags öffnen, um wieder in den normalen Bewirtungsbetrieb zu kommen. Sozusagen als Probelauf für nächstes Jahr“, erklärt Axel Heinzmann. Der Wanderheimwart hegte die Hoffnung, dass zum Sommer hin mit Erleichterungen bei der Bewirtung zu rechnen sei. „Aber es ist wohl das Gegenteil der Fall.“

Nadine Lieber und Axel Heinzmann hängen ein Hinweisschild mit den Corona-Regeln für die Besucher auf.
Nadine Lieber und Axel Heinzmann hängen ein Hinweisschild mit den Corona-Regeln für die Besucher auf. | Bild: Sprich, Roland

Zwar müssen Gäste nur im Innenbereich einen Mund-Nasenschutz tragen und die 3-G-Regel erfüllen. Im Außenbereich entfällt dies. Was dort nicht entfällt, ist die Datenerfassung jedes Gastes zur Kontaktnachverfolgung. „Die Datenerfassung und vor allem die Kontrolle, dass auch jeder Gast sich registriert hat, wird noch eine Herausforderung. Vor allem bei Hochbetrieb. Wie soll man da den Überblick behalten, welche Gäste neu hinzugekommen sind“, bereitet die Regelung Axel Heinzmann im Moment noch Kopfzerbrechen. Aus genau diesem Grund fällt auch das beliebte Herbstfest des Schwarzwaldvereins am „Lindenbüble“ aus. In den vergangenen Jahren kamen bei entsprechendem Wetter bis zu 500 Personen. „Das ist mit diesen Auflagen nicht zu stemmen“, sagt Heinzmann.

Die auf zwei Monate begrenzte Öffnungszeit soll auch für diejenigen Helfer eine Art Probelauf werden, die neu in das Wirteteam gekommen sind. Denn die Corona-Pandemie haben im vergangenen Jahr mehrere ältere Mitglieder zum Anlass genommen, sich aus dem Bewirtungsteam zurückzuziehen.

Das idyllisch gelegene Wanderheim „Lindenbüble“ des Schwarzwaldvereins St. Georgen kann als Wanderziel oder Zwischenstation ab 5. September bis Ende Oktober sonntags angesteuert werden. Die Wirteteams, im Bild Kirsten und Axel Heinzmann und Nadine und Marc Lieber, freuen sich auf Gäste.
Das idyllisch gelegene Wanderheim „Lindenbüble“ des Schwarzwaldvereins St. Georgen kann als Wanderziel oder Zwischenstation ab 5. September bis Ende Oktober sonntags angesteuert werden. Die Wirteteams, im Bild Kirsten und Axel Heinzmann und Nadine und Marc Lieber, freuen sich auf Gäste. | Bild: Sprich, Roland

Trotz der Umstände freuen sich die Mitglieder des Schwarzwaldvereins St. Georgen darauf, an den Sonntagen ab 5. September bis Ende Oktober Tagesgäste und Wandergruppen am „Lindenbüble“ begrüßen zu können.