Seit mehr als 20 Jahren ist die Lüftungsanlage in der Stadthalle St. Georgen außer Betrieb. Zwei Jahrzehnte hatte das offenbar kaum jemanden gestört, doch zunehmend wurde das zum Thema. Die Verantwortlichen sahen sich zum Handeln gezwungen. „Die grenzwertige Luft- und Wohlfühlqualität konnte über die Jahre bei zahlreichen Veranstaltungen festgestellt werden“, heißt es in der Sitzungsvorlage des Gemeinderats.

Deutlich über eine halbe Million Euro

Die Erneuerung der Anlage kostet insgesamt rund 630 000 Euro. Weil die Stadt vorsteuerabzugsberechtigt ist, wird die tatsächliche Summe, die den Haushalt belastet, etwas geringer sein. Den Gesamtausgaben von knapp 530 000 Euro steht eine zu erwartende Förderung von knapp 90 000 Euro entgegen. „Wir sind in eine unglückliche Zeit reingeschlittert. Vor allem technische Anlagen haben lange Wartezeiten und hohe Investitionskosten“, sagte Stadtbaumeister Alexander Tröndle. „Es gab leider nur eine begrenzte Anzahl an Angeboten“, wie Andre Schwarz vom gleichnamigen Ingenieurbüro sagte. Bei einer anderen Ausschreibung gebe es andernorts gerade gar keine Angebote. Eine solche Marktsituation habe er noch nie erlebt.

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Keine Probleme mit Schulbetrieb

Da die Stadthalle auch für den Schulbetrieb genutzt wird, werde Andre Schwarz mit dem Firmen gegebenenfalls Rücksprache halten, um Probleme zu vermeiden. Diese seien da aber flexibel, beispielsweise wenn Klausuren anstehen. Er habe schon früher mit den Firmen zusammengearbeitet, deswegen sei er sicher, dass sich eine Lösung finde, so Schwarz. Auch die Stadt hat im September zwei Bürgerinformationsabende in der Halle geplant, sie fallen mitten in die Umsetzungsphase. Doch auch dafür soll es eine Lösung geben. Zur Fertigstellung der Anlage sagt Schwarz: „Geplant ist aktuell, dass die Anlage Mitte/Ende Oktober in Betrieb gehen kann.“