Der Almanach, das Jahrbuch des Schwarzwald-Baar-Kreises, ist jetzt für das Jahr 2022 erschienen. Auf mehr als 300 Seiten gibt es unterhaltsame Beiträge, auch über Personen und Ereignisse aus St. Georgen.

Türkei, Studium – Bergstadt

Ein sehr persönliches Portrait über den Werdegang von Hannah Eckstein zeichnet Autorin Barbara Dickmann. Die 35-Jährige ist Kunstbeflissenen ein Begriff. Eckstein betreut die Kunstsammlung Grässlin. In dem Beitrag erfährt der Leser den ungewöhnlichen Weg, den Hannah Eckstein aus der Großstadt, über ein Studium in der Türkei, in den idyllischen Schwarzwald und hier direkt nach St. Georgen geführt hat.

Kunsthistorikerin Hannah Eckstein, die in St. Georgen die Kunstsammlung Grässlin betreut, wird im aktuellen Almanach portraitiert.
Kunsthistorikerin Hannah Eckstein, die in St. Georgen die Kunstsammlung Grässlin betreut, wird im aktuellen Almanach portraitiert. | Bild: Barbara Dickmann

Und was sie heute, fünf Jahre nach ihrer Ankunft, am Leben in der Bergstadt, das sie als „Base Camp“ nutzt, besonders schätzt. Die Nähe zu Frankreich und nach Österreich sind dabei nur einige der Vorzüge.

Klimperkasten – seit Jahrzehnten eine Institution

Unter dem Kapitel Gastlichkeit schreibt Autor Roland Sprich über die Kultkneipe „Klimperkasten“. Die Brüder Andy und Uwe Reich haben das Bistro im Hirschareal Mitte der 1990er Jahre eröffnet. Dass der gelernte Funkelektroniker Uwe Reich einmal einer der bekanntesten Kneipenwirte in der Region werden würde, hat er sich nicht vorgestellt, als er zunächst aushilfsweise in einem Restaurant die Gäste bediente, in dem Andy Reich bereits als Koch arbeitete.

„Wir haben sofort gewusst, das ist genau, was wir haben wollen.“
Andy und Uwe Reich über die Anfänge des Klimperkastens

Schnell merkte er, dass er einen guten Draht zu den Gästen hatte. So entstand die Idee, ein gemeinsames Speiselokal zu eröffnen. Auf der Suche nach einer geeigneten Lokalität entdeckten die aus Villingen-Schwenningen stammenden Brüder in dem Hinterhof des Hotels „Hirsch“ in der St. Georgener Stadtmitte ein gerade im Umbau befindliches Bistro-Pub. „Wir haben sofort gewusst, das ist genau, was wir haben wollen“, beschreiben Andy und Uwe Reich den Zustand des „sich Schock-Verliebens“ in die Kneipe.

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28 Jahre ist das her und bis heute ist der „Klimperkasten“, der seinen Namen von einem Klavier hat, das in der Anfangszeit in einer Ecke des Bistros stand, eine der angesagten Adressen beim jungen Publikum. In dem Beitrag verhehlen die Wirte auch nicht, dass die Corona-Situation der vergangenen zwei Jahre mit Zwangsschließung und aktuellen Corona-Regelungen ihnen das Leben nicht einfach macht.

Der Almanach 2022 ist im Buchhandel für 20 Euro erhältlich.