Für den Kirchenbezirk St. Georgen–Tennenbronn wurde mit Pfarrerin Ulla Nagel die neue Pfarrerin eingeführt. Bei herrlichem Sonnenschein und hohen Temperaturen versammelten sich die Gläubigen am Sonntagvormittag auf der Wiese neben dem Ökumenischen Gemeindezentrum um die Einführung durch Dekan Wolfgang Rüter-Ebel aus Villingen mit zu erleben.

Dekan Rüter-Ebel verkündet, dass Pfarrerin Ulla Nagel den Vertretungsauftrag für die Kirchengemeinde St. Georgen und Tennenbronn am 1. September übernommen habe. Der Dekan sagt weiter: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.“ Mit der Übernahme der beiden Kirchengemeinden sei nochmal ein Anfang verbunden. Am Beginn der Feier stand der Psalm 103, und dessen zweiter Vers: „Lobe den Herrn meine Seele und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ Im Wechsel mit Prädikantin Mechthild Fischer zitierte Dekan Wolfgang Rüter-Ebel die 22 Verse des Psalms.

Durch Dekan Wolfgang Rüter-Ebel aus Villingen, wird Ulla Nagel in die Kirchengemeinde St. Georgen und Tennenbronn im Gottesdienst auf der Wiese des Ökumenischen Gemeindezentrums eingeführt.
Durch Dekan Wolfgang Rüter-Ebel aus Villingen, wird Ulla Nagel in die Kirchengemeinde St. Georgen und Tennenbronn im Gottesdienst auf der Wiese des Ökumenischen Gemeindezentrums eingeführt. | Bild: Werner Mueller

Zur Unterstützung der Gemeinde beim Singen brachte sich der Posaunenchor unter der Leitung von Helga Reinbold ein. Kantor Jochen Kiene hat den Part am Orgelpositiv übernommen.

Ulla Nagel schritt unbeschwert ans Mikrofon, um sich den Gemeindegliedern vorzustellen. Gerne eröffnet die 62-jährige ihre Predigten mit einem Witz und dankt, dass die Gottesdienstbesucher lächeln konnten. Ihr Leben hat nicht unbedingt einen geradlinigen Verlauf. Ihr Mann Bruno verstarb 2015 überraschend. Mit ihm hat sie sich die Pfarrerstelle in Graben-Neudorf bei Karlsruhe geteilt. Lange konnte sich Ulla Nagel nicht vorstellen, Pfarrerin zu werden. Sie durchlebte immer wieder neue Situationen, welche schließlich nach längerer Zeit dazu führten auf Anraten des Gemeindepfarrers Theologie zu studieren.

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Zum Thema ihrer Predigt wurde die Geschichte von Zacharias, dem Zöllner aus Jericho, der auf einen Baum geklettert ist, um Jesus beim Vorbeigehen zu sehen. Und Jesus sprach ihn an, er wolle bei ihm zu Hause sein. Zacharias war alles andere als ein ehrlicher, anständiger Mann. Er beutete die Menschen aus. Versprach aber, er wolle die Hälfte seins Besitzes an die Armen geben und jedem den ich betrogen habe das Vierfache zurückgeben. So sagte Ulla Nagel, „nur Liebe verändert einen Menschen, deshalb wollte Jesus zu Zacharäus.“ Die liebe Jesu hat diesen Mann verändert, sagt Ulla Nagel.

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