Das Insolvenverfahren der Firma Grässlin ist am Dienstag wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung offiziell eröffnet worden. Der St. Georgener Betrieb hatte das Verfahren im Juni beantragt. Der Geschäftsbetrieb kann derzeit laut offizieller Bekanntmachung weitergeführt werden. Zum Insolvenzverwalter ist Stefano Buck von der Kanzlei Schultze und Braun bestellt. Die voraussichtlichen Kosten des Verfahrens sind durch die vorhandene freie Masse gedeckt. Die Insolvenzgläubiger sind aufgefordert, Insolvenzforderungen bis zum 30. Oktober bei dem Insolvenzverwalter schriftlich anzumelden.

Corona sorgt für Umsatzrückgang

Laut der Kanzlei habe die Corona-Pandemie zu erheblichen Umsatzrückgängen geführt, die die Insolvenzanmeldung für die Geschäftsführung unausweichlich machten. Zum aktuellen Stand wollte die Kanzlei auf eine Anfrage des SÜDKURIER erst am Mittwoch Auskunft geben.

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Die Firma Grässlin beschäftigt am Standort St. Georgen rund 50 Mitarbeiter und sorgt schon seit Jahren für negative Schlagzeilen. Vor rund drei Jahren gab das Unternehmen bekannt, dass man Dutzende Mitarbeiter entlassen müsse. In einem ersten Schritt waren davon gut 60 Angestellte von rund 150 betroffen. Später folgten weitere Personalmaßnahmen. Beispielsweise Anfang 2019, als Grässlin 20 weitere Mitarbeiter entlassen hat und die Produktion gänzlich nach Mexiko in das Werk des Mutterkonzerns Intermatic verlagerte.

Zukunft von Sechseck-Bauten offen

Zudem hat Grässlin sich Schritt für Schritt räumlich verkleinert. Am ehemaligen Standort in Peterzell wird die Firma Wahl nach dem Abriss der alten Gebäude einen Neubau errichten. Die Zukunft der markanten Sechseck-Gebäude an der Bundesstraße in St. Georgen ist noch offen. Der Grässlin-Standort in St. Georgen befindet sich seit den räumlichen Veränderungen in der Industriestraße.

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