Das dürfte Radfahrer und Wanderer, vor allem aber Anlieger freuen. Der seit Jahren schadhafte Weg Am Totenhund im Ortsteil Oberkirnach, bei Einheimischen auch als „Schlempenweg“ bekannt, wird noch dieses Jahr saniert. Diese gute Nachricht überbrachte Ortsvorsteher Franz Günter in der Sitzung des Ortschaftsrats.

Wie Günter betonte, hänge diese Straße schon seit über 30 Jahren in der Sanierungsphase. Der ursprüngliche 1,3 Kilometer lange Feldweg sei 1973 erstmals asphaltiert und seither immer wieder geflickt worden. Nun bestehe dringender Handlungsbedarf, den auch die Stadt sehe. Der Gemeinderat habe für die geplante Maßnahme 125 000 Euro in den Nachtragshaushalt 2020 eingestellt.

Billiger und schneller fertig

Die Sanierung könne mittels BZ-Verfahren umgesetzt werden. Dabei werde der obere Belag mit einer Spezialmaschine abgefräst, mit einem Beton-Zement-Gemisch vermischt und wieder aufgetragen. Obendrauf komme dann ein Asphaltbelag. Die Vorteile dieses Verfahrens bestünden in geringeren Einbaukosten sowie rascher Freigabe für den Verkehr und schone zudem Ressourcen, erläuterte der Ortsvorsteher.

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Durch eine Gesetzesänderung der Bundesregierung sei die Grenze, ab der europaweit ausgeschrieben werden müsse, auf 100 000 Euro angehoben worden. Dadurch könnten in beschränkter Ausschreibung Angebote eingeholt und vergeben werden, was wiederum Zeit spare. Ein Angebot der Firma Kutter liege knapp unter 100 000 Euro. Der Technische Ausschuss werde in seiner nächsten Sitzung der Vergabe zustimmen. Die Ausführung sei dann für Oktober vorgesehen.

„Die Sanierung ist dringend erforderlich und gut für Anlieger, Radfahrer und Wanderer. Die Straße soll aber nicht von Lastwagen benutzt werden“, machte Günter allerdings in der Sitzung deutlich. Ein Ortschaftsrat bezweifelte, ob eine Beschränkung für den Schwerlastverkehr durchsetzbar sei. Wenn ein Anlieger, wog Günter ab, eine LKW-Lieferung erhalte, stelle das kein Problem dar. Er sehe aber nicht ein, dass beispielsweise der Fürst den Weg für die Holzabfuhr nutze. Dem Vorschlag eines Anliegers, bei der Sanierung ein Leerrohr für späteres Glasfaserkabel einzulegen, erteilte der Ortsvorsteher eine Absage. Dies sei aufgrund der Weglänge zu teuer.

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