Die Verkehrssituation in Brigach beschäftigt die Mitglieder des Ortschaftsrates immer wieder. Schon lange drängen das Gremium und Ortsvorsteher Georg Wentz darauf, in der Ortsdurchfahrt auf der Landesstraße einen stationären Blitzer zu installieren, da hier die Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern größtenteils ignoriert werde. „Es muss etwas passieren, der Verkehr ist für die Bürger eine Zumutung“, sagte Wentz. Bislang war die Anfrage ohne Erfolg. Wie Georg Wentz in der Sitzung des Ortschaftsrats sagte, sind die Aussichten auch weiterhin eher gering. „Das Landratsamt möchte keine weiteren stationären Blitzer mehr aufstellen. Stattdessen sollen verstärkt mobile Blitzer eingesetzt werden.“

Autofahrer lassen sich auch durch das Ortsschild nicht abhalten.
Autofahrer lassen sich auch durch das Ortsschild nicht abhalten. | Bild: Sprich, Roland

Sandra Armbruster sagte, dass ein stationärer Blitzer durchaus Nachteile habe. So würden die Verkehrsteilnehmer vor dem Blitzer abbremsen und danach wieder beschleunigen, was auch für Lärmemissionen sorgen würde. Frank Aberle sprach sich dafür aus, dass lieber der mobile Blitzer des Landkreises vermehrt in der Ortsdurchfahrt aufgestellt würde. Er verspricht sich davon mehr Effektivität.

Weitere Überlegungen

Die Mitglieder sprachen einige Varianten durch, wie der Verkehr verlangsamt werden könnte. So könnte man aus Richtung Hirzwald bereits vor dem Gasthaus Engel eine Tempobegrenzung auf 60 Stundenkilometer einrichten. Derzeit sind dort 80 Stundenkilometer erlaubt. Die Voraussetzungen, hier eine Gefahrensituation zu entschärfen sehen die Räte als gegeben. „Von oben her kommend ist es unübersichtlich und gefährlich.“ Zudem würden auf dem Gehweg auch Schulkinder laufen. Im jetzigen 50er Bereich könnte die Geschwindigkeit im Bereich der Querungshilfe nochmals reduziert werden.

Oft einheimische Raser

Auch innerorts seien etliche Autofahrer deutlich schneller als die erlaubten 30 Stundenkilometer unterwegs. „Da wird mit 70 und 80 durch Brigach gerast. Viele davon sind Mütter, die ihre Kinder in den Kindergarten bringen“, sagte ein Anwohner in der Fragestunde. Das Problem sei bekannt, sagte Ortsvorsteher Wentz. Er bestätigte, dass es meist alteingesessene Brigacher seien, die mit hohem Tempo unterwegs seien.

75 Jahre Geschichte. 75 Jahre Erfahrung. 75 Jahre Journalismus. Sichern Sie sich jetzt für kurze Zeit ein ganzes Jahr zum Jubiläumspreis von 75 €.