Eine Investition in den Kauf des Firmengebäudes, die Einstellung neuer Mitarbeiter – die Firma Sortimat Handling Systems trotzt dem Trend der wirtschaftlichen Abkühlung aufgrund der Corona-Krise. Das verwundert wenig, denn das Unternehmen ist im pharmazeutischen Bereich tätig.

Jüngst zu vermelden hatten die Verantwortlichen, dass sie das Firmengebäude, das sie im Hagenmoos seit 2013 nutzen, von den Eigentümer erworben haben. Es war bisher Eigentum von Thérèse und Wolf-Dieter Goedecke. Mit dem Erwerb des Gebäudes durch den kanadischen Mutterkonzern ATS Automation Tooling Systems setzt das Unternehmen, so sagen Matthias Dannemann, General Manager, und Jörg Müller, Prokurist, ein deutliches Zeichen für Beständigkeit und bekennt sich zum Standort St. Georgen. Besonders, so betont Jörg Müller, weil Aktiengesellschaften in der Regel lieber anmieten würde.

Ideen für Erweiterung

Dort sind derzeit 90 Mitarbeiter tätig, weitere sollen eingestellt werden. Seit Ansiedlung im Hagenmoos vor rund sieben Jahren ist Sortimat stetig gewachsen. Damals war man mit einer Belegschaft von rund 45 Angestellten gestartet. Auch Platz für eine Erweiterung gebe es hinter dem Firmengebäude. Es gebe eine Vision und Gedankenspiele dazu, aber noch nichts Konkretes. Auch, weil man trotz der guten Lage von Sortimat eher vorsichtig agieren will. Vor allem mit dem Wissen, dass die Wirtschaft eine allgemein schwere Zeit durchlebt. Schließlich könnte die Krise das Unternehmen verspätet treffen, wenn die Nachfrage im Pharma-Bereich wieder etwas abflaut.

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Impfstoff-Entwicklung

Profitieren kann Sortimat beispielsweise von der Entwicklung eines Impfstoffs gegen Covid-19. Zwar ist das Unternehmen daran nicht direkt beteiligt, doch unter anderem werden die Anlagen zur Fertigung von Spritzen in St. Georgen gebaut. Und erst durch sie wären Hersteller eines Impfstoffs überhaupt in der Lage, millionenfach Impfdosen zu produzieren.