Betreiberwechsel nach weniger als einem Jahr, Interimsleitung, Zwangsbremse durch Corona-Krise – das Hotel „Federwerk“, das 2018 in Betrieb ging, hat bisher keinen einfachen Stand gehabt. Mit neuer Hotelleitung und verändertem Konzept soll die St. Georgener Top-Destination nun endlich durchstarten.

Jahrzehntelange internationale Gastronomieerfahrung

Gelingen soll das mit Helmut Anzer als neuem Hoteldirektor. Er ist bereits seit Januar im Hotel „Federwerk“. Der 53-Jährige stammt aus dem Allgäu und hat jahrzehntelange internationale Gastronomieerfahrung. Zuletzt wirkte er in Leukerbad in der Schweiz, aber auch Kanada, Russland und Litauen hat Anzer bereits aus beruflicher Sicht kennengelernt. Der gelernte Koch ist heute im Management tätig.

Coronakrise bremst Aufwärtstrend aus

„Ich war in der glücklichen Situation, das Haus übernehmen zu dürfen, als es aufwärts ging. Da hat uns nach zwei Monaten die Coronasituation ausgebremst“, beschreibt Helmut Anzer seinen Start. Zwar war der Hotelbetrieb nicht komplett eingestellt, da das Haus für Geschäftsreisende geöffnet bleiben durfte. „Doch das war mehr ein Service an den Gästen unserer Partnerfirmen“, sagt Anzer. Zudem habe man großzügig auf coronabedingte Stornierungen für Familienfeiern und Tagungen reagiert.

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„Wir hoffen natürlich, dass die Gäste das honorieren und uns jetzt wieder die Treue halten“, sagt Constantin Papst, Geschäftsführer und Sprecher der Hotel Federwerk GmbH, unter deren Regie das Hotel betrieben wird. Constantin Papst ist zudem „sehr dankbar, Herrn Anzer an Bord zu haben und mit ihm Ruhe ins Haus eingekehrt ist.“

Restaurantbetrieb läuft wieder an

Das Außer-Haus-Angebot des Restaurants „Feinwerk“, das nur zu bestimmten Feiertagen angeboten wurde, sei „positiv, wenn auch nicht ganz so gut wie erhofft aufgenommen worden“, wie Papst sagt. Jetzt, wo neben dem Hotel- auch der Restaurantbetrieb wieder anlaufe, freue man sich, die Gäste im Restaurant bekochen zu dürfen.

Frische und regionale Küche

Mit dem neuen Küchenchef Thomas Reinhardt und seinem Team wolle man den Ursprungsgedanken, frische, regionale Küche mit Produkten aus nachhaltiger Produktion zu bieten, weiter ausbauen. „Unser Fisch und unser Käse kommen beispielsweise aus Tennenbronn.“ Zudem setze man verstärkt auf die Verarbeitung von edlem Rindfleisch. Derzeit werde ein Dry-Aged-Angebot mit speziell gereiftem Rindfleisch vorbereitet.

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Hoffen auf Zuspruch von St. Georgener Gästen

Anzer betont, dass das Restaurant „bewusst eine Ergänzung zum bestehenden gastronomischen Angebot in St. Georgen sein will.“ Constantin Papst hofft, dass dieses Angebot auch im Sinne der St. Georgener Bürger ist „und dass wir wieder verstärkt Bürger dieser Stadt bei uns begrüßen dürfen.“

Mehr Augenmerk auf Feriengäste

Unter dem neuen Hoteldirektor Helmut Anzer soll sich das Hotel Federwerk, das sich selbst als Design- und Businesshotel bewirbt, auch verstärkt auf den Tourismusbereich fokussieren. „St. Georgen ist zwar keine ausgesprochene Touristendestination. Doch es gibt hier ein unglaublich hohes Potenzial, das es für Feriengäste zu entdecken gibt“, sagt Anzer.

St. Georgen hat viel zu bieten

Er hat den hohen Freizeit- und Erholungswert, den St. Georgen mit seiner Vielzahl von Einrichtungen bietet, längst erkannt. So stelle das Hotel seinen Gästen E-Bikes für die Erkundung der Region zur Verfügung und biete speziell auf Feriengäste zugeschnittene Wander-, Golf- und Genusspakete an.

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