Manchmal braucht es nur eine simple Idee, um daraus ein erfolgreiches Geschäftsmodell zu entwickeln. Das konnten jetzt Schüler der Robert-Gerwig-Schule feststellen, die sich am Young Talents-Wettbewerb der Start-up-BW-Kampagne des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus beteiligten.

Drei Minuten Zeit, um die Idee zu präsentieren

An drei Tagen entwickelten die Schüler in Gruppenarbeit Ideen, die in einer dreiminütigen Vorstellung – ein sogenannter Pitch – präsentiert und von einer Jury bewertet wurden. Täglich wurde ein Siegerteam gekürt. Zu der Siegeridee des ersten Tages der Klasse 10, Schwimmbäder mit UV-Licht zu desinfizieren anstatt mit Chlor, gesellte sich an Tag zwei des Wettbewerbs die Idee der Klasse 9a, eine Schutzhülle für Schulbücher mit Ecken- und Kantenschutz zu erfinden.

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Und der Möglichkeit, die Seiten der Bücher mit einer dünnen Folie zu belegen und so wieder und wieder beschreibbar zu machen. „Auf die Idee kamen wir, weil die Schulbücher immer dreckig sind und schnell kaputt gehen. Und aus Nachhaltigkeitsgründen“, beschreibt Christoph Erk, der die Idee zusammen mit Jamie Bartsch, Samuel Heinrich und Melisa Dzafic entwickelte.

Ein simpler Einfall für eine Geschäftsidee

Das Mittwochsteam aus der Klasse 9b machte sich sportliche Gedanken. Auf die Grundidee von Luis Lai entwickelte er gemeinsam mit Nejla Bytyqi und Felicitas Goger spezielle Sohlen mit Stollen, die aus normalen Hallenturnschuhen Kickschuhe machen. „Man muss ja sonst immer zwei Paar Turnschuhe mitschleppen. Mit dieser speziellen Stollensohle braucht man nur ein Paar mittragen“, erläutert Luis Lai, der den Geistesblitz dazu hatte.

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Er, beziehungsweise das gesamte Team könnte sich auch vorstellen, die Idee nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch weiterzuverfolgen. Und sich mit einem Sportartikelhersteller in Verbindung zu setzen.

Wie die das Projekt in ihrer Klasse begleitenden Lehrerin Silke Schwinghammer sagte, sei das Planspiel „eine hervorragende Idee, zu erleben, wie eine Unternehmensgründung funktioniert. Und dass es manchmal wirklich nur eine simple Idee braucht, um daraus eine erfolgreiche Geschäftsidee zu entwickeln.“

Manchmal scheitert die Idee auch

Dass die Schüler dabei auch lernten, dass es nicht jede Idee zur Marktreife schafft, hat beispielsweise Efe Özdemir erfahren. „Ich hatte eigentlich eine ganz andere Idee, habe aber dann gemerkt, dass es hierfür keinen Markt gibt.“ Deshalb konnte er mit seinem Team vom ersten Talentwettbewerbtag seine Mitstreiter von der UV-Desinfektionsanlage für Schwimmbäder überzeugen.

Der Preis für ihre kreativen Ideen ist, neben einer Urkunde, die Möglichkeit an der Teilnahme am Landesentscheid.