Ob Mittagspause im Lieblingsrestaurant, gemütlich im Biergarten sitzen, ein Kaffee zum Feierabend – bislang machte dies die Corona-Verordnung der Landesregierung unmöglich. Gaststätten mussten geschlossen bleiben, durften bestenfalls zum Abholen bereitstellen.

Das könnte Sie auch interessieren

Seit Montag aber dürfen Gaststätten wieder öffnen, obgleich sie dafür eine Reihe von Vorsichtsmaßnahmen einhalten müssen. Der SÜDKURIER hat mit Wirten in St. Georgen darüber gesprochen, was die Lockerung der Corona-Verordnung für sie bedeutet und wie sie mit den Regeln umgehen.

Um ihre Gaststätte öffnen zu dürfen, müssen die Betreiber Vorgaben erfüllen, die auch auf die Gäste Auswirkungen haben.

Die Maske als Herausforderung

Gamze Celik, Inhaberin des Bistro BM, konnte Montagvormittag die ersten Gäste auf ihrer Terrasse begrüßen. Ihr war kein Außer-Haus-Verkauf möglich, weswegen sie wegen der Corona-Krise komplett schließen musste. „Man freut sich auf die Kundschaft“, sagt sie. „Aber es ist alles neu.“ Dass der Betrieb des Bistro an die Vorgaben aus Stuttgart geknüpft sind, akzeptiert die Gastronomin.

„Es ist angemessen, aber es ist ungewohnt“, sagt sie. „Das schlimmste ist, mit der Maske zu arbeiten.“ Den ganzen Tag mit einem Mundschutz zu arbeiten sei doch anders, als ihn zehn Minuten beim Einkaufen zu tragen. Aber: „Lieber so, als komplett geschlossen.“ Auch seitens der Gäste stoßen die Vorgaben auf Verständnis, sagt Gamze Celik. „Die Leute würden aber gerne wieder an einem Tisch sitzen.“

Gespanntes Abwarten

Das könnte Sie auch interessieren

Ein wenig besser erging es bislang dem Gasthaus Zur Stadt Frankfurt. „Wir hatten einen Abholservice“, sagt Wolfram Morat. Dennoch gingen 75 Prozent des Umsatzes verloren. Dass nun wieder Gäste im Gasthaus bewirtet werden dürfen, sieht Morat nüchtern. Auch weil größere Gesellschaften weiterhin nicht erlaubt sind. „Ich weiß nicht, wie es anläuft“, sagt er. Das hänge davon ab, ob die Gäste auch kommen. Dienstag und Mittwoch ist Ruhetag. Doch an Christi Himmelfahrt ist das Gasthaus geöffnet.

Auf Großveranstaltungen muss das Gasthaus Zur Stadt Frankfurt noch verzichten.
Auf Großveranstaltungen muss das Gasthaus Zur Stadt Frankfurt noch verzichten. | Bild: Wursthorn, Jens

Die größte Herausforderung? Die Abstände so hinzubekommen, dass möglichst wenige Plätze wegfallen. Und Handdesinfektionsmittel zu bekommen sei derzeit auch nicht leicht. Die Vorschriften kritisieren will Wolfram Morat aber nicht. „Ich kann das nicht beurteilen“, sagt er. Doch ist es ihm lieber, wenn sie etwas strikter ausfallen. Das sei besser, als die Alternative: Wieder mehr Corona-Fälle und die Schließung der Gaststätten.

Hier lässt man sich noch Zeit

Sabine Grässlin hat ihr Restaurant Kippys während der Corona-Krise geschlossen. Am Mittwoch geht der Abendservice wieder los.
Sabine Grässlin hat ihr Restaurant Kippys während der Corona-Krise geschlossen. Am Mittwoch geht der Abendservice wieder los. | Bild: Sprich, Roland

Noch etwas Zeit lässt man sich im Kippys. 90 Prozent der Gäste seien Stammgäste, sagt Sabine Gräßlin. „Von den Gästen sind viele noch im Homeoffice.“ Zudem seien noch nicht alle Vorkehrungen getroffen, weswegen der Mittagsservice eine Woche später am 25. Mai startet. Anders sieht es aber beim Abendservice aus. Dieser startet schon am kommenden Mittwoch.

Das könnte Sie auch interessieren

Eine Besonderheit beim Kippys: Hier bereitet das Personal die Gäste schon auf der Internetseite darauf vor, was sie erwartet und welche Regeln einzuhalten sind. „Dann muss ich nicht das ganze Lokal mit Plakaten zukleben“, sagt Sabine Gräßlin.

Jetzt wieder verfügbar: die Digitale Zeitung mit dem neuen iPad und 0 €* Zuzahlung

*SÜDKURIER Digital inkl. Digitaler Zeitung und unbegrenztem Zugang zu allen Inhalten und Services auf SÜDKURIER Online für 34,99 €/Monat und ein iPad 10,2“ (32 GB, WiFi) für 0 €. Mindestlaufzeit 24 Monate. Das Angebot ist gültig bis zum 12.07.2020 und gilt nur, solange der Vorrat reicht. Ein Angebot der SÜDKURIER GmbH, Medienhaus, Max-Stromeyer-Straße 178, 78467 Konstanz.