Die Wasserversorgung von St. Georgen ist wie die nahezu aller Kommunen über viele Jahrzehnte gewachsen. Dabei haben sich die Anforderungen an das Versorgungssystem, die verwendeten Materialien, die technischen Möglichkeiten und auch die Rahmenbedingungen wie beispielsweise dem durchschnittlichen Wasserverbrauch immer wieder geändert.

Fit für die Zukunft?

Mit dem Strukturgutachten verfolgt die Stadt St. Georgen das Ziel, den Investitionsbedarf im Bereich der Wasserversorgung mindestens für die nächsten 30 Jahre zu ermitteln und außerdem ein wirtschaftliches und sicheres Versorgungskonzept für die Zukunft zu erarbeiten. Es soll festgestellt werden, ob das Wasserversorgungssystem von St. Georgen künftigen Anforderungen gewachsen ist.

Handlungsbedarf bei Quellen

Ein besonderer Fokus liege auf der Untersuchung, wie die Eigenwasserversorger außerhalb der Kerngebiete mit Trinkwasser aus dem öffentlichen Versorgungsnetz der Stadt versorgt werden können, erläutert Bauamtsleiter Alexander Tröndle. Nach den Erkenntnissen des vergangenen, trockenen Sommers, in dem an mancher Stelle das Wasser knapp wurde und Quelle versiegten, bestehe hier überwiegend Handlungsbedarf.

Wirtschaftlichkeit ist Thema

Das Strukturgutachten solle auch aufzeigen, so Alexander Tröndle weiter, ob mögliche Verbundsysteme oder Ringleitungen innerhalb der Versorgung und mit Nachbargemeinden möglich sind und zur langfristigen Versorgungsicherheit beitragen können. Neben der Fragestellung zur Versorgungsicherheit werden in dem Gutachten außerdem die Wassermenge und dessen Qualität sowie die Wirtschaftlichkeit und die Nachhaltigkeit der bisherigen Wasserversorgung analysiert und untersucht.

Es gibt auch Fördergeld

Der Auftrag geht zu einem Angebotspreis von knapp 50 000 Euro brutto an die BIT Ingenieure. Das Büro war bereits für andere Gesellschafterkommunen der Aquavilla GmbH mit der Erstellung von Trinkwasserstrukturgutachten tätig und habe gute Referenzen, berichtet Alexander Tröndle. Nach den Förderrichtlinien Wasserwirtschaft könne ein ganz wesentlicher Teil der Kosten für das Gutachten zu 50 Prozent gefördert werden.

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