Ein Fest der Superlative wurde die Aufführung der szenischen Kantate „Carmina Burana“, über die der SÜDKURIER in der Woche vor dem 31. August 1996 und danach ausführlich berichtete. Der Organisationsaufwand für das Konzert und die Betreuung der über 400 Mitwirkenden war enorm, heißt es dort, die Mitarbeit von Familienmitgliedern der Musiker und Musikerinnen aus St. Georgen überwältigend. Das Verpflegungszelt fand guten Zuspruch und bei abendlichen Aktionen der ehemaligen Jugendmusikschüler und der ehemaligen Chormitglieder des Gymnasiums wurden Erinnerungen ausgetauscht, Freundschaften wiederbelebt.

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Dass 1070 Zuhörer das Großereignis wahrnahmen, das überbot die Erwartungen. In den Bauhof hatte man die Premiere verlegt, nachdem die Wetterlage unsicher war. Der ehemalige Bürgermeister und Vorsitzende der Jugendmusikschule, Günter Lauffer, nannte die Aufführung ein denkwürdiges Ereignis.

Drei Nationen haben sich eine Woche lang in gemeinsamen Proben vereinigt, nie zuvor habe es eine Carmina-Burana-Aufführung mit einem solchen Zusammenschluss gegeben. Die Aufführungen wurden auch über die Grenzen von St. Georgen hinaus beachtet. Dass zum Auftakt mit Karsten Dönneweg am Pult die „Ungarischen Tänze“ furios erklangen, bewies laut SÜDKURIER, dass hier ein Sohn in die väterlichen Fußstapfen trete.

Es sei selbstverständlich gewesen, für dieses Treffen mit diesem Ereignis auch Urlaub und weitere Anreisen in Kauf zu nehmen. Gaby Zucker, die inzwischen die Musik zu ihrem Beruf gemacht hat, reiste aus Schönebeck bei Magdeburg an. Dass eine Reihe ehemaliger Musikschüler und Choristen dem Metier treu blieben, zeigte sich dann in den folgenden Jahren bei den vom gleichen Team organisierten „Bergstadtsommer“-Konzerten.