ebm-papst St. Georgen rutscht in die Krise. Laut einer Pressemitteilung steht der Geschäftsfeld Automotive von ebm-papst St. Georgen vor einschneidenen Veränderungen. Begründet sind diese in einem hohen Verlust, die das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2017/18 erwartet.

Johannes Pfeffer, Sprecher der Geschäftsführung von ebm-papst St. Georgen kündigt einen Maßnahmenkatalog an, die aktuelle kaufmännische Situation wieder auf einen Erfolgskurs zu bringen. Eingebunden seien dabei Belegschaft, Betriebsrat und Führungskräfte. In die Situation involviert sei der gesamte Standort. Der Maßnahmenkatalog beinhalte unter anderem die Senkung der laufenden Kosten, Verhandlungen mit Lieferanten und Kunden und betreffe auch aktuelle Investitionen.

Im vergangenen September hatte ebm-papst im Gewerbegebiet Hagenmoos-Engele den zweiten Bauabschnitt eingeweiht. Dort werden Antriebsmotoren für industrielle Antriebstechnik hergestellt und rund 500 Mitarbeiter beschäftigt. Als Gesamt-Investitionssumme für das neue Werk wurden im vergangenen Jahr 21 Millionen Euro genannt. Wie sich die Zeiten ändern: Ende Juni 2017 hatte ebm-papst noch Rekordzahlen Zahlen für das Geschäftsjahr 2016/17 präsentiert: 1,9 Milliarden Euro Umsatz. Der St. Georgener Teil des Unternehmens habe seinen Anteil beigesteuert. "Das Wachstum ist stark getrieben von dem in St. Georgen betreuten Bereich Automotive", erklärte damals Stefan Brandl, der Vorsitzender der Geschäftsführung von ebm-papst, im Gespräch mit dieser Zeitung. 397 Millionen Euro trug ebm-papst Georgen mit seinen Werken hier in der Stadt, in Herbolzheim und im fränkischen Lauf an der Pegnitz zum Umsatz bei. Im Vorjahr waren es 366 Millionen Euro, das entspricht einer Steigerung von 8,5 Prozent.

Den Schwerpunkt des ebm-papst-Geschäftsfeldes Automotive bildet seit vielen Jahren das Werk in Herbolzheim bei Freiburg, wo das Technologieunternehmen aktuell in die Ausweitung der Produktionskapazität weiterhin signifikant investiert.