Gute Nachrichten für alle Mobiltelefon-Besitzer. Die E-Puls-Mobilfunkzentrale Karlsruhe hat St. Georgen als Standpunkt für vier Sendemasten ausgewählt und will somit eine Funklücke zwischen Offenburg und Villingen-Schwenningen schließen. Sichtbares Zeichen sei, so berichtet der SÜDKURIER vom 5. Januar 1996, der Aufbau der Masten auf dem Dach des Kaufhauses Brigau.

Eingeschränkter Sendebereich

Der Sendebereich beschränkt sich auf St. Georgen und nah angrenzende Gebiete, heißt es weiter. Der Betreiber schränkt allerdings gleich ein, dass man wegen der topografischen Verhältnisse der Bergstadt keine hundertprozentige Versorgung garantieren kann.

Hügelige Landschaft als Problem

Die hügelige Landschaft sorge immer wieder für Funkschatten. Somit sei die Verwendung von Mobiltelefonen nach wie vor erschwert, da so mancher Teilnehmer in einigen Gegenden nicht erreicht werden kann.

Große Pläne bis 1997

Laut E-Plus-Mobilfunkzentrale soll bis 1997 die gesamte Bundesrepublik flächenversorgt sein, um einen Betrieb mit Handys zu gewährleisten. Minuspunkt zunächst für St. Georgen: Erst ab der zweiten Hälfte des Jahres gehen die Sendemasten in Betrieb. Bis dahin müssen sich auch Firmen gedulden und das Festnetz weiterhin nutzen.

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In der gleichen Ausgabe des SÜDKURIER nimmt der „Waldkauz“ in einer Glosse die Telekom aufs Korn. Die hatte zum Jahresbeginn neue Tarife mitgeteilt, die aber bereits an den vorangegangenen Feiertagen eingeführt wurden.

20 Sekunden kosten 13 Pfennige

Anstelle der 23 Pfennig für eine Einheit von 42 Sekunden wurden bereits für 20 Sekunden 13 Pfennige abgerechnet. Am günstigsten, so der Autor, sei es wohl, nachts zwischen 2 Uhr und 5 Uhr zu telefonieren. Und sehr launig dankt er für die künftige Einteilung in Tarifzonen, die wohl aus Konkurrenzgründen eingeführt werden. Die Telekom aber ist 1996 noch konkurrenzlos.

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