In St. Georgen ist ein neuer Jugendgemeinderat gewählt worden. Dabei konnten 855 Jugendliche in der Zeit vom 16. bis 21. Mai ihre oder ihren jeweiligen Favoriten online wählen. Insgesamt 108 Jugendliche beteiligten sich an der Wahl, was 12,6 Prozent Wahlbeteiligung entspricht.

Trotzdem zufrieden

Für Markus Esterle, Leiter Ordnung, Bildung und Soziales, ein gutes Ergebnis. Wählbar waren Jugendliche im Alter von 14 bis 21 Jahren. Insgesamt stellten sich 23 Bewerber zur Wahl, 15 sind nun im Jugendgemeinderat vertreten. Gewählt sind die Jugendgemeinderäte auf zwei Jahre.

Vor zehn Jahren Vorreiter

St. Georgen hat ein gewisses Alleinstellungsmerkmal. Bürgermeister Michael Rieger ging darauf ein, dass die Bergstadt Vorreiter im Schwarzwald-Baar-Kreis war, denn bereits vor zehn Jahren wurde der erste Jugendgemeinderat gewählt. Samira Bensmail wird die Mitglieder des Jugendgemeinderates in ihrer Eigenschaft als Leiterin des Kinder- und Jugendbüros begleiten.

Für Bürgermeister Michael Rieger hat der Jugendgemeinderat einen besonderen Stellenwert. Als Vertreter der jüngeren Generation bringen die Jugendlichen Impulse in das große Gremium des Gemeinderats ein. „Wir haben gute Erfahrungen gemacht und wir wollen, dass die Jugendlichen selbst aktiv werden“, sagt Rieger weiter.

Schon viele Ideen umgesetzt

Als Beispiel nannte er das Rondell am Klosterweiher, bei dem Jugendgemeinderat und der Gemeinderat eng abgestimmt miteinander Ideen verwirklichten. Aus Rücksicht auf die schulische und anderweitige Ausbildung werde der Jugendgemeinderat sechs bis sieben Mal im Jahr zusammenkommen.

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„Im Gemeinderat haben wir offene Ohren für eure Anliegen“, so der Bürgermeister. Das kommt bei der Jugend offenbar gut an.

Zoe Christmann will etwas für ihre Zukunft erreichen.
Zoe Christmann will etwas für ihre Zukunft erreichen. | Bild: Werner Mueller

Zoe Christmann, die künftig in dem Gremium vertreten sein wird, sagte beispielsweise, dass sie sich für Politik interessiere und sich deshalb beworben habe. „Dazu möchte ich schauen, wie weit ich anderen helfen kann und was es für mich in Zukunft bringt“, sagte sie.

In Bälde werde es eine Zusammenkunft geben, bei der die Sprecherin oder Sprecher des Gremiums gewählt werden soll, so Markus Esterle. Die erste Sitzung findet am 29. Juni statt.

Einladung in den Landtag

Unter den Gästen war auch die Landtagsabgeordnete Martina Braun (Grüne). Sie finde es großartig, dass sich junge Menschen einbringen können, sagte sie. Sie lud alle Kandidaten zu einem Besuch im Stuttgarter Landtag ein, um dort einen Tag zu erleben.