Nach längeren Verhandlungen sind sich Siegmar Götz, der neue Eigentümer des Hotels „Hirsch“ in der Bahnhofstraße, und das Denkmalamt in Freiburg über die notwendigen Renovierungsarbeiten für eine Wiedereröffnung nach der Schließung Mitte August einig. So wird die Hauswand in Richtung Bahnhofstraße inzwischen in einem dunklen Gelb gestrichen, das dem ursprünglichen Anstrich nahekommt. Die Hauswand an der Stirnseite des Gebäudes bleibt mit alten Schindeln, aber neuem Anstrich erhalten. Wie der SÜDKURIER am 14. September 1995 mitteilt, hat Götz rund 100 000 Mark für die Arbeiten vorgesehen, die zur Zeit nur Kosmetik sein könnten. Ökonomie und Denkmalschutz könne man nur über Kompromisse verbinden, so Götz.

Gäste sollen nicht im Regen stehen

Zunächst forderte das Denkmalamt den Abriss der Überdachungen über den Eingängen, die historischen Zustände sollten wieder hergestellt werden. Ferner sollten die Eingangstüren weiter nach vorn gesetzt werden, was Götz eher ablehnt: Das Publikum stünde dann im Regen. Aber er sei willens, auch diese Vorgabe umzusetzen.

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Nicht einverstanden war das Denkmalamt außerdem mit den weiß gestrichenen Fensterrahmen. Sie sollen in der Farbe Sandstein dem Farbkonzept angepasst werden. Durchsetzen konnte sich Götz beim geforderten Abriss des Schuppens hinter dem Haus. Der Schuppen sei später angebaut und gehöre nicht zum Ur-Ensemble, so das Denkmalamt. Für Götz aber ist der Schuppen für den Betrieb von Hotel und Restaurant notwendig, denn dort sei der Kühlraum untergebracht, der nach Abriss nicht mehr wettergeschützt erreicht werden kann.

Start für das „Asia Kim“

Nach der fast abgeschlossenen Renovierung öffnet laut SÜDKURIER vom 14. September 1995 am gleichen Tag das Restaurant unter neuer Leitung und mit dem Namen „Asia Kim“ und Götz erwartet bald einen zufriedenstellenden Betrieb.

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