Sie sind Experten auf dem Gebiet der virtuellen Realität. Und wünschen sich dennoch im Moment nichts sehnlicher, als dass ihre Veranstaltungen wieder als Präsenztermine stattfinden können. Das Virtual Dimension Center (VDC) im Technologiezentrum (TZ) stellte das Jahresprogramm vor. Die Macher hoffen nun, dass die Veranstaltungen ab Jahresmitte wieder live und mit Publikum stattfinden können.

Eine Chance für Einzelhändler

„Wir haben trotz Coronazeiten ein vielfältiges Programm geplant“, sagt VDC-Geschäftsführer Martin Zimmermann. So ist für den 16. März ein Online-Meetup zum Thema „Berufliche Qualifizierung digital ergänzen in kollaborativen und sozialen Virtual Reality Plattformen“ geplant. Am 25. März möchte ein Startup-Unternehmen zeigen, wie man durch die Digitalisierung seiner Produkte diese auch in Zeiten des Lockdowns an den Kunden bringen kann. Häufig beklagen gerade Einzelhändler, dass sie während der monatelangen Schließung keinen Umsatz machen können. Das Startup-Unternehmen „Die Biberei“ aus Villingen-Schwenningen will hier Hilfestellung geben, wie man mit digitaler Unterstützung einen deutlichen Kundenmehrwert schafft. Diese beiden Veranstaltungen werden kostenfrei stattfinden.

Die Stadthalle für den Virtual Fires Congress ist schon gebucht

Spätestens ab Mitte Mai sollen die Angebote des VDC wieder als Präsenztermine stattfinden. Neben einer Veranstaltung zum Thema Datensicherheit für ein vernetztes Europa soll vor allem die Königsveranstaltung, der Virtual Fires Congress, am 1. und 2. Juli live und mit Teilnehmern vor Ort stattfinden. „Die Stadthalle ist zumindest gebucht“, sagt Barbara Zimmermann. Sollte die Pandemie-Situation allerdings einen Strich durch die Rechnung machen, können die Veranstaltungen auch digital stattfinden. Überhaupt können sich Barbara und Martin Zimmermann vorstellen, Veranstaltungen künftig zumindest als Hybridveranstaltungen anzubieten, also sowohl in Präsenz wie auch digital. „Wir haben im vergangenen Jahr etliche Teilnehmer verzeichnet, die ansonsten eine lange Anreise nicht auf sich genommen hätten.“

Viele Anmeldungen für kostenfreies Angebot

Wie Martin Friedrich, Geschäftsführer des Technologiezentrums, sagt, seien einige der Veranstaltungen bewusst kostenfrei gehalten worden. „Dadurch haben wir viele Anmeldungen bekommen.“ Die Intention sei, dass so das Interesse auch für künftige Angebote im Bereich Extended Reality geweckt und man im Gespräch bleiben werde. „Das kostenlose Angebot ist natürlich kein Dauerzustand.“

Netzwerk bedeutet persönlichen Kontakt

Auch Friedrich hofft, dass bald wieder Präsenzveranstaltungen des VDC stattfinden können. Etliche Veranstaltungen des Digital Hub, eines Digitalisierungsnetzwerks, das gerade Gründer mit besonderer Betreuung in der Anfangsphase unterstützt, mussten wegen Corona ausfallen. „Netzwerk bedeutet für mich persönlich.“