Es ist das Ende einer Marke, die viele Bergstädter schon lieb gewonnen haben. Das „Ferienland Schwarzwald„ wird aufgelöst und ab dem kommenden Jahr unter dem Dach von „Hochschwarzwald Tourismus“ weiterarbeiten.

Über diesen Schritt wurden in den vergangenen Tagen die Gastgeber und Hotels in der Region informiert. Damit geht die Vermarktung der vier „Ferienland„-Kommunen Schonach, Furtwangen, Schönwald und St. Georgen künftig in der Verantwortung der wesentlich finanzstärkeren und damit schlagkräftigeren Vermarktungsgesellschaft mit Sitz in Hinterzarten am Titisee über.

Gemischte Gefühle

Die Reaktionen darauf sind unter den betroffenen Betrieben gemischt. Zwar hatte sich in einer internen Abstimmung eine knappe Mehrheit der St. Georgener Gastgeber für den Wechsel zu „Hochschwarzwald Tourismus“ ausgesprochen, aber dennoch bleiben Zweifel.

„Ich finde es sehr schade, dass das Ferienland aufgelöst wird und habe die Befürchtung, dass wir in St. Georgen in Zukunft nicht mehr gehört werden“, sagt etwa Gerda Kiewel vom „Ferienhof Gerda„ in Oberkirnach. Der Hochschwarzwald sei für ihre Gäste einfach viel zu weit weg. „Wenn die Leute hier Urlaub machen, dann wollen sie doch nicht erst an den Titisee fahren, sondern an den Klosterweiher oder bei schlechtem Wetter eben ins Aqualino oder in ein Museum.“

Angebote für Feriengäste

Nicht zuletzt wegen der räumlichen Distanz lässt Kiewel daher noch offen, ob sie am Gästekartensystem der Hochschwarzwald-Card teilnehmen werde, denn den Preis dafür müsste sie wiederum zumindest teilweise auf die Übernachtungspreise aufschlagen. Diese Gästekarten sind ein gängiges Mittel, die Touristen kostenlosen Nahverkehr sowie Eintritt in Museen, Bäder und Skilifte ermöglicht. Ein solches Angebot für Feriengäste gibt es mit der „Konus“-Karte aber bereits für den ganzen Schwarzwald.

Dazu kommt, dass gerade Hotels derzeit ganz andere Sorgen haben, als den Blick bereits auf das kommende Jahr zu richten. Wegen der ausbleibenden Gäste durch die Corona-Beschränkungen kämpfen viele Betriebe um das wirtschaftliche Überleben.

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Andere wiederum sehen sich von dem Wechsel gar nicht betroffen, wie Veronika Pfeiffer vom „Landgasthof Krone“ in Langenschiltach. „Für uns wird das kaum spürbare Auswirkungen haben, da die meisten unserer Gäste geschäftlich unterwegs sind und wir nur ganz wenige Feriengäste haben“, erklärt sie. Nur in den Sommermonaten kämen etwas mehr Touristen dazu, wobei die sich nun ändernde Vermarktung aber keinen spürbaren Unterschied machen dürfte, so Pfeiffer.

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