Vor kurzem haben wir in unserer Vereinsserie die Ortsgruppe des Schwarzwaldvereins vorgestellt. Darin wurde erwähnt, dass fleißige Helfer das von den Mitgliedern bewirtete Wanderheim Lindenbüble in Langenschiltach für die Sommersaison herrichten. Dennoch bleibt das Wanderheim derzeit geschlossen. Wanderheimwart Axel Heinzmann erklärt, weshalb.

Leere Bänke: so sieht es am Lindenbüpble derzeit aus. Aufgrund der Corona-Vorgaben war es den Mitgleidern bislang nicht möglich, das Wanderheim zu bewirtschaften. Möglicherweise ändert sich das demnächst. Die Corona-Regelungen sind etwas gelockert. Bild: Roland Sprich
Leere Bänke: so sieht es am Lindenbüpble derzeit aus. Aufgrund der Corona-Vorgaben war es den Mitgleidern bislang nicht möglich, das Wanderheim zu bewirtschaften. Möglicherweise ändert sich das demnächst. Die Corona-Regelungen sind etwas gelockert. Bild: Roland Sprich

„Das Wanderheim wird vom Schwarzwaldverein rein ehrenamtlich betrieben. In normalen Zeiten öffnen wir am 1. Mai und haben bis Ende Oktober immer sonntags für Gäste geöffnet“, sagt Heinzmann. Das Angebot im Lindenbüble sei dabei mit den Straußenwirtschaften in Weinregionen vergleichbar, die auch nur zu bestimmten Saisonzeiten geöffnet haben. Der Betrieb des Wanderheims unterliegt dabei den gleichen Regeln wie für jeden professionell betriebenen Gastronomiebetrieb. Somit unterlag der Betrieb des Wanderheims auch der bislang geltenden Corona-Gaststättenverordnung, die klare Vorgaben machte. Dazu gehörte ein Hygienekonzept. „Ein solches Hygienekonzept vorzulegen ist das eine. Man muss es aber auch in der Praxis umsetzen können“, so Heinzmann.

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Und genau das schien für die Ortsgruppe, die das Wanderheim ehrenamtlich betreibt, bislang problematisch. Denn laut der bisherigen Corona-Verordnung hätten beispielsweise Personen aus verschiedenen Haushalten getrennt platziert werden müssen. „Die Aufteilung der Gäste nach Anzahl der Haushalte schien uns nicht realisierbar, wir hätten eintreffende Wandergruppen theoretisch in mehrere Sitzgrüppchen aufteilen müssen.“ Zudem hätte es in der kleinen Gaststube Probleme mit den Abstandsregelungen geben können, etwa im Wartebereich bei der Essenausgabe des Selbstbedienungshauses und auf den Wegen zu den Sanitärbereichen. Während sich bei schönem Wetter das meiste vermutlich durch Einbahnregelungen hätte bewerkstelligen lassen, hatten die Verantwortlichen große Bedenken für den Schlechtwetterfall. Deswegen beschloss der Vorstand, das Wanderheim vorerst geschlossen zu lassen.

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Wie Axel Heinzmann weiter erklärt, sei der Verein generell auf Einnahmen angewiesen, mit denen der Erhalt und Unterhalt des Lindenbüble finanziert wird. „Im Gegensatz zur Berufsgastronomie muss aber niemand sein Einkommen damit bestreiten und wir haben keine finanzielle Verantwortung für Angestellte.“

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Zum 1. Juli ist eine Neufassung der allgemeinen Coronaverordnung verbunden mit weiteren Lockerungen in Kraft getreten. Damit wurde die bisher geltende Corona-Gaststättenverordnung hinfällig. Zwar müssen Gastronomiebetriebe weiterhin ein Hygienekonzept ausarbeiten. Eine wichtige Änderung ist aber, dass ab sofort 20 Personen unabhängig von der Haushaltszugehörigkeit zusammenkommen dürfen. Bisher lag die Grenze bei zehn Personen.

Aufgrund der Neuregelungen wollen die Verantwortlichen der Ortsgruppe des Schwarzwaldvereins neu entscheiden, ob das Lindenbüble möglicherweise unter den neuen Voraussetzung doch noch öffnen kann.