Die Überwachung der Einhaltung der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ist für Polizei und städtisches Ordnungsamt mit hohem Aufwand verbunden. „Der Aufwand war beträchtlich – selbstverständlich auch wegen dem großen Revierbereich„, so Sandra Kratzer, Sprecherin der Polizei, auf SÜDKURIER-Anfrage. Ähnlich äußert sich auch Markus Esterle, Leiter der Bürgerdienste und damit für das St. Georgener Ordnungsamt zuständig. Er sagt: „Im Durchschnitt erhalten wir täglich etwa 30 telefonische Anfragen zum Thema Corona. Die Arbeitsbelastung ist für den Bereich des Ordnungsamtes sehr hoch.“

Bußgelder habe das städtische Ordnungsamt noch nicht erlassen müssen. Allerdings seien einige mündliche Ermahnungen nötig gewesen, um die Einhaltung der Corona-Verordnung sicherzustellen. „Oft handelt es sich hier um die nicht eingehaltenen Abstände“, so Markus Esterle.

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Häufiger eingreifen musste die Polizei. Beispielsweise zu Beginn der Verordnung, als eine Gaststätte öffnete, obwohl dies bereits nicht mehr erlaubt war. Auch einige Grillfeste, jeweils mit Überschreitungen der zulässigen Personenzahl, riefen die Beamten auf den Plan. Nach der Lockerung der Verordnung komme es immer häufiger zu Beschwerden und Mitteilungen von Bürgern, welche Verstöße an Treffpunkten melden. „Die polizeiliche Nachkontrolle verläuft dann regelmäßig negativ“, so Kratzer.

Verhalten meist regelkonform

„Über den gesamten Zeitraum gesehen sind Anzeigenvorlagen an die Staatsanwaltschaft und die Bußgeldbehörden die Ausnahme“, so die Polizeisprecherin. Wie diese Ausnahmen jeweils von den anderen Behörden geahndet wurden, entziehe sich der Kenntnis der Polizei. Zu Beanstandungen wegen fehlenden Mundschutzes sei es bisher noch gar nicht gekommen. Insgesamt fällt das Zwischenfazit der Polizei für das Zuständigskeitsgebiet des Reviers St. Georgen demnach positiv aus. Sandra Kratzer sagt: „Insgesamt verhält sich die Bevölkerung in dem ländlich geprägten Raum großteils regelkonform.“