Seit fast zehn Jahren gibt es sie, 61 Projekte wurden bereits gefördert. Die Bürgerstiftung St. Georgen feiert in diesem Jahr ihr Jubiläum. Ein immer noch schwieriges Jahr für Festlichkeiten, was die Verantwortlichen aber nicht davon abhält, weiterhin Projekte zu planen, die die Bergstadt Stück für Stück schöner machen sollen.

  • Je Quartal ein Jubiläumsprojekt: Vier Projekte stehen in diesem Jahr im Fokus der Stiftung – eins pro Quartal. Im Frühjahr will die Bürgerstiftung kostenlos Blumensamen ausgeben. Dann folgt ein Radservice-Punkt am Klosterweiher, an dem man sein Fahrrad mit bereitgestelltem Werkzeug reparieren oder den Reifen aufpumpen kann. Im dritten Quartal soll ein Trinkwasserspender am Trimm-dich-Pfad installiert werden. Für das Jahresende ist ein Mediaprojekt vorgesehen, dass die Stiftung aber noch näher definieren will.
  • Planungen früh der Pandemie angepasst: Dadurch, dass die Corona-Pandemie nun schon seit rund einem Jahr anhält, habe die Bürgerstiftung die Planungen früh anpassen können, wie Erwin Müller, Vorstandsvorsitzender, erklärt: „Es war absehbar, dass es keine Jubiläumsveranstaltungen mit großen Menschenmassen geben wird.“
  • Wertvolle Arbeit für die Stadt: Die Bürgerstiftung hat seit ihrer Gründung viele Projekte ermöglicht und unterstützt. „In den vergangenen zehn Jahren hat die Bürgerstiftung viel bewegt und ist zu einem wichtigen Teil bürgerschaftlichen Engagements in der Bergstadt geworden“, schreibt dazu Bürgermeister Michael Rieger in seinem Grußwort. Mit ihren vielfältigen Aktivitäten und Unterstützungen sei sie zudem, so schreibt der Bürgermeister weiter, zur rechten Zeit auf einen fruchtbaren Boden gestoßen, denn die Stadt komme aufgrund stetig wachsender Aufgaben immer mal wieder an ihre finanzielle Leistungsgrenze.
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  • Viele Projekte bereits gefördert: Beispiele für die Arbeit der Bürgerstiftung sind die auffälligen Überzüge mit Motiven aus der Stadt für die St. Georgener Stromkästen (3000 Euro Förderung). Aber auch Bänke und Spielgeräte am Klosterweiher (3700 Euro), das Klettergerüst an der Grundschule Peterzell (3000 Euro) oder der Mountainbikeparcours, der gerade im Hochwald entsteht. Zu den mehrjährigen Projekten gehörten beispielsweise das Filmprojekt Funkenflug, das Kinderkonzert des Bergstadtsommers und die Gesundheitswoche.
  • Stiftungskapital wächst: Das Stiftungskapital liegt bei aktuell rund 386 000 Euro. Anfänglich, also vor knapp zehn Jahren, lag es bei rund 236 000 Euro. Insgesamt 240 Gründungsstifter haben damals über Spenden das Stiftungs-Startkapital erbracht. Die Initiatoren waren Georg Papst, Dieter Knorpp und Bernd Karsten Rieger gemeinsam mit Bürgermeister Michael Rieger. Er ist Schirmherr der Bürgerstiftung geworden.
  • Zehn Köpfe führen Stiftung: Zum Vorstand rund um den Vorsitzenden Erwin Müller gehören Thorsten Rettich und Thomas Wagner. Zum Stiftungsrat gehören Ute Scholz (Vorsitzende), Roland Weisser, Doris Papst, Peter Stermann, Joachim Flum, Johannes Probst und Stefan Granacher.
  • Weitere Ideen sind gefragt: „Wir wollen dazu anregen, dass die Bürger ihre Ideen vorbringen“, sagt Thorsten Rettich. Dann könne die Stiftung bewerten, inwieweit sie behilflich sein kann. Denn auch bei den Anträgen bei der Bürgerstiftung habe Corona gebremst. Die Stiftung könne auch beratende Funktion haben, wie Ute Scholz ergänzt. Einen Kontakt zur Bürgerstiftung gibt es postalisch in der Leopoldstraße 1 oder im Internet unter www.buergerstiftung-st-georgen.de. Die Verantwortlichen freuen sich über Anträge, aber auch über Zuwendungen. „Davon lebt die Bürgerstiftung„, sagt Erwin Müller und hofft auch weiterhin auf großes Engagement der Bürger St. Georgens.