Am Mittwoch gab es zwar kein Richtfest, aber immerhin einen traditionellen Richtspruch. Die Gäste hatten sich bei knackigen Wintertemperaturen auf der Baustelle eingefunden.

Doppeldeutig

„Das habe ich mir anders vorgestellt“, sagte Martin Friedrich, Geschäftsführer der Perpetuum-Ebner (PE) GmbH. Das meinte Friedrich gleich im doppelten Sinne – als Verweis auf die Schwierigkeiten der Sanierung und der Herausforderungen unter Corona-Bedingungen ebenso wie als großes Lob für alle bislang am Bau beteiligten Arbeiten und Handwerker am Neubau. „Die waren viel besser als ich es mir vorgestellt habe.“

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Friedrich dankte in dem Zusammenhang unter anderem dem Architekturbüro Ketterer ebenso wie der Stadtverwaltung, namentlich genannt Bürgermeister Michael Rieger und Stadtbaumeister Alexander Tröndle, die auf Verwaltungsebene das Vorhaben unterstützt haben. Er betonte, dass beim Bau überwiegend regionale Unternehmen berücksichtigt werden konnten.

Polier Peter Weiß (links) und Zimmerer Klaus Sigrist halten den Richtspruch.
Polier Peter Weiß (links) und Zimmerer Klaus Sigrist halten den Richtspruch. | Bild: Sprich, Roland

In seinen Dank eingeschlossen hat Friedrich zudem die Baufirma Stumpp mit Polier Peter Weiß. Weiß hielt zusammen mit Zimmermann Klaus Sigrist den Richtspruch – mit auf dem Boden zerschellenden Weingläsern.

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Der PE-Geschäftsführer ist sich sicher, dass auch mit den weiteren Gewerken eine gute Zusammenarbeit stattfinden werde und dass der geplante Einzugstermin zum 1. September 2021 gehalten werden könne.

Komplexes Vorhaben

Architekt Reiner Ketterer vom Planungsbüro Ketterer in Königsfeld-Neuhausen dankte für die konstruktive Zusammenarbeit der Handwerker „bei diesem sehr komplexen Bauvorhaben.“ Er hob die aufwändigen Bodensanierungsarbeiten der Firma Pfaff hervor, die fast ein Jahr Vorarbeit geleistet habe, ehe überhaupt mit dem Neubau begonnen werden konnte.

Der Rohbau an der Bundesstraße wurde innerhalb weniger Monate hochgezogen. Verbaut wurden 4000 Kubikmeter Beton.
Der Rohbau an der Bundesstraße wurde innerhalb weniger Monate hochgezogen. Verbaut wurden 4000 Kubikmeter Beton. | Bild: Sprich, Roland

Insbesondere der engagierte Bauleiter und Polier Peter Weiß habe letztlich „mit Herzblut dazu beigetragen, dass der Bau noch vor Weihnachten so weit fertiggestellt werden konnte.“ Auch Ketterer ist zuversichtlich, dass der Fertigstellungstermin im dritten Quartal nächsten Jahres gehalten werden kann.

Vorbild beim Lückenschluss

Bürgermeister Michael Rieger dankte der PE GmbH in Person von Martin Friedrich für die Investition an dieser Stelle. „Sie zeigen, wie das mit dem Lückenschluss geht“, sagte er mit Blick auf den für die Region wichtigen Lückenschluss der B33/B523, der seit 30 Jahren auf sich warten lässt. Zusammen mit dem ebenfalls repräsentativen EGT-Neubau und dem geplanten Aldi-Markt auf dem ehemaligen AHG-Gelände werde St. Georgen „innerhalb weniger Jahre eine völlig neue Ortseinfahrt bekommen.“ Man habe den rasanten Baufortschritt täglich beobachten können.

Mit Maske und Abstand feiern Stadtbaumeister Alexander Tröndle (von links), Bürgermeister Michael Rieger, PE-Geschäftsführer Martin Friedrich und Architekt Reiner Ketterer den bisherigen Baufortschritt.
Mit Maske und Abstand feiern Stadtbaumeister Alexander Tröndle (von links), Bürgermeister Michael Rieger, PE-Geschäftsführer Martin Friedrich und Architekt Reiner Ketterer den bisherigen Baufortschritt. | Bild: Sprich, Roland

Die Investition sei auch gerade in dieser Zeit ein „wichtiges Signal für die Wirtschaft und die Allgemeinheit, in schwierigen Zeiten nicht zu resignieren. Sondern zu investieren und damit zu zeigen, wo die Reise hingeht.“ Maßnahmen wie der PE-Neubau täten sowohl der Stadt als auch den Bürgern gut. Rieger beglückwünschte auch die künftigen Mieter, die teilweise anwesend waren und die es kaum erwarten können, ihre neuen Räumlichkeiten in dem Objekt beziehen zu können.