Auf der Baustelle für den PE-Neubau an der Bundestraße geht es gut voran. In den vergangenen Tagen bot sich ein spektakulärer Anblick. Ein roter Arm ragte in den Himmel und spuckte unaufhörlich Beton aus, mit dem an einem Tag über 1000 Quadratmeter Fläche betoniert wurden. Selbst für die erfahrenen Bauarbeiter eine nicht alltägliche Situation.

Spezialbetonpumpe vom Bodensee im Einsatz

Der rote Arm gehörte zu einer Spezialbetonpumpe, die den Beton bis in die äußerste Ecke des Baustellenabschnitts transportierte. Damit wurde die Bodenplatte für die Tiefgaragenebene quasi aus einem Guss betoniert. Gespeist wurde die Betonpumpe, die dafür extra von einem Spezialunternehmen am Bodensee angefordert wurde, mit dem Inhalt von 42 Betonmischfahrzeugen.

Auch Betonmeister Stumpp ist beeindruckt

Polier Peter Weiß hat die Baustelle jederzeit im Blick.
Polier Peter Weiß hat die Baustelle jederzeit im Blick. | Bild: Sprich, Roland

„Jedes Fahrzeug hat rund acht Kubikmeter Beton, das entspricht in der Gesamtmenge insgesamt 323 Kubikmeter oder 535 Tonnen Beton“, erklärt Peter Weiß. Er ist Polier bei der Baufirma Stumpp, die die Hochbauarbeiten ausführt. Die Menge war auch für den erfahrenen Betonmeister beeindruckend.

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Betonmischer in Wartestellung

Jeweils zwei Betonmischfahrzeuge stehen gleichzeitig an der Betonpumpe, um die Betonzufuhr nahtlos zu gewährleisten. Insgesamt haben 42 Fahrzeuge 523 Kubikmeter Beton geliefert – an einem Tag.
Jeweils zwei Betonmischfahrzeuge stehen gleichzeitig an der Betonpumpe, um die Betonzufuhr nahtlos zu gewährleisten. Insgesamt haben 42 Fahrzeuge 523 Kubikmeter Beton geliefert – an einem Tag. | Bild: Sprich, Roland

Damit die 1000 Quadratmeter große Fläche, die eine von zwei Tiefgaragenebenen darstellt, an einem Stück betoniert werden konnte, musste dafür gesorgt werden, dass der Beton unaufhörlich floss. Dazu standen jeweils zwei Betonmischfahrzeuge an der Zuführung der Pumpe, die im Wechsel ihren zähflüssigen Inhalt entluden, während weitere Fahrzeuge ständig zwischen den Betonwerken in St. Georgen und Villingen unterwegs waren, um Nachschub heranzufahren. Am Ende der Pumpe verteilten die Arbeiter den Beton auf der Fläche. Laut Weiß liegen die Hochbauarbeiten im Zeitplan.

Bauarbeiter verteilen den flüssigen Beton auf der Fläche. An nur einem Tag werden 1000 Quadratmeter Fläche betoniert.
Bauarbeiter verteilen den flüssigen Beton auf der Fläche. An nur einem Tag werden 1000 Quadratmeter Fläche betoniert. | Bild: Sprich, Roland

Büros für Dienstleister

Das bestätigt auch der Geschäftsführer des Technologiezentrums, Martin Friedrich, der den Baufortschritt entspannt verfolgt und sich auf den Einzug der Mieter freut. In das neue Gebäude an der Bundesstraße, das derzeit gegenüber dem Neubau der EGT entsteht, werden vornehmlich Büros für verschiedene Dienstleistungsanbieter eingerichtet. Aber auch die bereits in St. Georgen bestehende Orthopädiepraxis Schwarzwald von Micael Lopes und Michael Zimmerer wird ihren Standort in das neue Gebäude verlagern „und ihr Angebot deutlich ausweiten“, wie Friedrich sagt.

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In den Neubau ziehen außerdem auch Bestandsmieter des Technologiezentrums ein, die ihre Kapazitäten erweitern. Auch Platz für neue Mieter ist vorhanden. Außerdem ist eine Bäckerei mit Tagescafé eingeplant.

Betriebe meistern Corona-Krise

Wie Friedrich sagt, haben die Unternehmen, die im TZ angesiedelt sind, die wirtschaftlich schwierigen Zeiten der Corona-Krise gut gemeistert. „Es musste kein Unternehmen aufgeben.“ Inzwischen haben die meisten der Unternehmen, deren Mitarbeiter in den vergangenen Wochen auf Home-Office umgestellt haben, ihren regulären Betrieb wieder aufgenommen.