Der Gemeinderat hat die Satzung zum Beschluss des Bebauungsplans „Bahnhofstraße West“ gefasst. Einziges Ziel des Beschlusses ist es, auf dem Haller-Areal in der Bahnhofstraße Projekte zu verhindern, die an dieser Stelle seitens der Stadt nicht gewünscht sind. Stadtbaumeister Alexander Tröndle bezeichnete dieses Vorgehen in der jüngsten Sitzung des Rates in der Stadthalle als „Verhinderungsplanung“.

Schon kurz vor der Sommerpause hatte sich der Gemeinderat zu einer Sondersitzung zu diesem Thema zusammengefunden, um den Bebauungsplan auf den Weg zu bringen. „Der Bebauungsplan lässt Vieles offen, verhindert aber, was man nicht will“, sagte Alexander Tröndle vor dem Gremium.

Einzelhandel verhindern

Denn ohne den sogenannten „einfachen Bebauungsplan„, der nun aufgestellt wird, wäre es beispielsweise juristisch schwierig gewesen, die Ansiedlung von Einzelhandel zu verbieten. Hätte also ein Interessent schon vorher einen Antrag gestellt, wäre er vermutlich erfolgreich gewesen. Nun sind sämtliche Formen des Einzelhandels explizit ausgeschlossen.

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Der Bebauungsplan ist sehr einfach gefasst und sieht beispielsweise keinerlei Baufenster vor. „Später kann aus diesem Plan ein konkreter werden“, erläuterte Alexander Tröndle. Eine Idee, was auf dem Areal mal entstehen könnte, gibt es derzeit jedoch noch nicht. Der Gemeinderat hat sich in den vergangenen Jahren mehrfach mit diesem Thema befasst. Unter anderem mit dem Plan, den es im vergangenen Jahr gab, dass dort ein Seniorenheim entstehen soll. Auch diese Idee wurde zwischenzeitlich wieder verworfen.

Aus diesem Grund wird sich auf dem Gelände erst dann etwas entwickeln, wenn ein Investor mit einem konrekten Projekt vorstellig wird. Eigene Planungen seitens der Stadt wird es nicht geben. Dadurch würde man sich, das hatte Bürgermeister Michael Rieger im August gesagt, selbst zu sehr einschränken. Der Gemeinderat votierte einstimmig.