Die Testflächen auf dem Marktplatz sollen bis übernächste Woche fertiggestellt sein. Derzeit laufen die Bauarbeiten, die den geeigneten Aufbau für die spätere Sanierung bringen sollen. Das ist nötig, weil daran besondere Bedingungen geknüpft sind. Das Material darf nicht zu schwer, aufgrund der Tragfähigkeit der Tiefgarage, und der Aufbau insgesamt nicht zu hoch sein.

Auch optisch ein Test

„Das ist eine schwere Aufgabenstellung“, sagt Reinhard Waldner vom Büro Faktorgruen in Stuttgart, der die Projektleitung inne hat. Er beantwortet im Auftrag des Stadtbauamts telefonisch eine Anfrage, die der SÜDKURIER an die Stadtverwaltung gestellt hatte. St. Georgen betritt ein Versuchsfeld, weil es unter den gängigen Aufbauten keine Lösung gibt, die der Problemstellung in der Bergstadt gerecht werden würde. Die verwendeten Materialien sind deshalb unter anderem besonders leicht, beispielsweise kommt Glasschaumschotter zum Einsatz.

Das könnte Sie auch interessieren

Belastung wird geprüft

Ebenfalls werden für die Oberflächengestaltung verschiedene Steine getestet. Das sei, so Reinhard Waldner, ein wichtiger Teil des Tests, schließlich würden Passanten so einen Eindruck davon bekommen, wie der Marktplatz später mal aussehen könnte. Zum Einsatz kommen hier unterschiedliche Beton- und Natursteine.

Kosten von rund 80 000 Euro

Besondere Bedeutung hat im Laufe des Tests, der insgesamt mindestens ein Dreivierteljahr gehen wird, wie die Aufbauten auf Belastung reagieren. Dabei ist die Belastung durch Fußgänger, so der Projektleiter, irrelevant. Viel mehr kommt es darauf an, wie sehr beispielsweise Märkte und Veranstaltungen den Testfeldern zusetzen. Auch Feuerwehrautos, wohl die schwersten Gefährte die den Marktplatz befahren können müssen, sind dabei als Testobjekte denkbar.

Der Test kostet die Stadtverwaltung nach Auskunft des Projektleiters rund 65 000 Euro. Hinzu kommen weitere 15 000 Euro für die Pflastersteine.