Norbert Engesser von der DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft), bringt es auf den Punkt: „Es ist einfach richtiges Klosterweiher-Wetter.“ Am frühen Samstagmorgen sah es allerdings noch recht trübe aus und der Regen prasselte kräftig.

So mancher glaubte nicht wirklich daran, noch ideales Badewetter zum traditionsreichen Anbaden erleben zu können. Die Wassertemperatur war mit 18 Grad Celsius durchaus sehr erfrischend.

Über den Tag verteilt finden sich 200 Schwimmer zum Anbaden ein. Rund 50 Gäste und Zuschauer beobachten die Mutigen.
Über den Tag verteilt finden sich 200 Schwimmer zum Anbaden ein. Rund 50 Gäste und Zuschauer beobachten die Mutigen. | Bild: Werner Mueller

Norbert Engesser sitzt gemeinsam mit Ehefrau Corinna und Jasmyn Stütz am Organisationstisch. Engesser führt penibel die Strichliste der Schwimmer und reicht den jüngsten Schwimmern Lutscher als kleine Motivation über den Tisch.

Das könnte Sie auch interessieren

Am Schluss weist die Strichliste 200 Schwimmer auf, die im Wasser waren und rund 50 Gäste und Zuschauer, die das Ganze beobachteten.

Norbert Engesser zählt die Anbaderinnen und Anbader und Jasmyn Stütz schreibt die Urkunden.
Norbert Engesser zählt die Anbaderinnen und Anbader und Jasmyn Stütz schreibt die Urkunden. | Bild: Werner Mueller

Ehefrau Corinna kümmert sich um die Ausgabe der Anbade T-Shirts und reicht den Erwachsenen ein kleines wärmendes Getränk. Jasmyn Stütz ist für das Ausfüllen der Urkunden zuständig. Denn Jeder, der sich in die Fluten des Klosterweihers stürzt, wird mit einer Urkunde belohnt.

Nach dem Anbaden erhalten die Gäste von Cornelia Engesser (rechts) ein Schnäpschen. Sie stößt mit Gabi Krickel, Martin Götzmann, Gabi ...
Nach dem Anbaden erhalten die Gäste von Cornelia Engesser (rechts) ein Schnäpschen. Sie stößt mit Gabi Krickel, Martin Götzmann, Gabi Martin und Patrick Martin auf das kühle Bad an. | Bild: Werner Mueller

Mit dem Anbaden stellt sich die DLRG-Gruppe gleichzeitig der Bevölkerung vor. Im Gespräch mit Vorsitzendem Sascha Hummel wird deutlich: Das Anbaden gehört zum festen Jahreslauf der Ortsgruppe St. Georgen. Doch wegen der Coronapandemie musste zwei Jahre auf das Spektakel am Klosterweiher verzichtet werden.

Mit 15 Helfern war die St. Georgener DLRG Gruppe vor Ort. Sie überwachten das Anbaden und gewährleisteten so die Sicherheit der Schwimmer. Über Pfingsten findet beim Rettungszentrum auf dem Roßberg das Pfingstzeltlager der DLGR-Jugend statt. Zum Schwimmkurs-Angebot ist zu erfahren, dass über 200 Personen auf der Warteliste stehen, bedingt durch den durch den Stau, verursacht durch die Hallenbad-Schließung in der Coronazeit.

Wer mag, kann sich auf dem Luftkissenfloß etwas Ruhe gönnen.
Wer mag, kann sich auf dem Luftkissenfloß etwas Ruhe gönnen. | Bild: Werner Mueller

Seit 14 Jahren ist Sven Konopke Schwimmmeister am Klosterweiher und im Winter im Hallenbad. Angesprochen auf die Schlamm-Absaugaktion, sagte er, dass der Sandfang im Vorbecken zum Klosterweiher komplett ausgesaugt sei. Die Sauerstoffanreicherung im See findet mit dem inzwischen von der Stadt erworbenen Gerät weiterhin statt.

Das könnte Sie auch interessieren
Für geübte Schwimmer und Kletterer ist der Eisberg im See eine willkommene Abwechslung.
Für geübte Schwimmer und Kletterer ist der Eisberg im See eine willkommene Abwechslung. | Bild: Werner Mueller

Dass der große Eisberg wieder auf dem See schwimmt und das Trampolin wieder genutzt werden kann, freut vor allem die jugendlichen Nutzer.

Gut eingepackt präsentieren sich nach dem Anbaden von links Leonora Davidsen, Samuel Widmann, Vater Daniel Widmann und Amadea Widmann.
Gut eingepackt präsentieren sich nach dem Anbaden von links Leonora Davidsen, Samuel Widmann, Vater Daniel Widmann und Amadea Widmann. | Bild: Werner Mueller