Der letzte Schritt im Rahmen der Sanierung des Automobilzulieferers A. Maier Präzision ist getan. Das Insolvenzgericht Villingen-Schwenningen hat das Insolvenzverfahren in Form der Eigenverwaltung aufgehoben. Darüber informiert die Anwaltskanzlei Nickert, die mit dem Verfahren betraut war, schriftlich.

Das sanierte Unternehmen führe nun den eingeschlagenen Kurs unverändert fort. Im Laufe des Verfahrens trennte sich A. Maier im vergangenen Sommer von 50 Mitarbeitern und schloss den Standort in der Stadtmitte St. Georgen. Verblieben sind rund 150 Mitarbeiter, die nun allesamt im Werk in Peterzell tätig sind.

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Erste Quotenzahlung geleistet

Mit der Verfahrensaufhebung seien, so heißt es, die insolvenzrechtlichen Beschränkungen für das Unternehmen erledigt. Allein zur Absicherung der weiteren Quotenzahlungen aus zukünftigen Gewinnen habe sich die Firma A. Maier Präzision im Insolvenzplan der Überwachung durch Dirk Pehl unterworfen, der im Rahmen des Insolvenzverfahrens als Sachwalter bestellt war. Die Planüberwachung durch Dirk Pehl solle eine vertrauensbildende freiwillige Maßnahme seitens des Unternehmens darstellen.

Zwischenzeitlich seien zudem die erste Quotenzahlung an die Gläubiger sowie der Sozialplan an die Arbeitnehmer ausbezahlt worden. Die weiteren und letzten Zahlungen an die Gläubiger sind für den Mai 2021 und 2022 terminiert.

Gut durch Corona-Krise

Das Unternehmen sei zwar auch durch die Covid-19-Pandemie betroffen und musste zeitweilig Kurzarbeit anmelden. Allerdings habe sich gerade durch die jüngsten Ereignisse gezeigt, dass aufgrund der erstellten robusten Sanierungsplanung ein widerstandsfähiges Unternehmen aus dem Eigenverwaltungsverfahren entlassen werden konnte.

Die Geschäftsführung von A. Maier Präzision gehe nach wie vor davon aus, dass das Unternehmen den Arbeitnehmern und Geschäftspartnern in der Zukunft ein verlässlicher Partner sein und die Covid-19-Pandemie gut überstehen wird.