Angesichts der vielen Aktionswochen, die in St. Georgen in den kommenden Monaten stattfinden, kann man schon mal den Überblick verlieren. Das hat auch mit der thematischen Nähe zu tun, wenn etwa im März die vom Jugendgemeinderat initiierte Nachhaltigkeitswoche stattfinden soll, und in diesem Monat die Zukunftswoche stattfinden wird. Letztere hieß bislang Faire Woche, was zusätzlich Verwirrung stiftet.

Beide Aktionswochen, so betont Tobias Fritzsche von der „Fair Trade“-Steuerungsgruppe, sollen sich jedoch nicht gegenseitig im Weg stehen. „Es ist auch denkbar, dass wir in Zukunft mit dem Jugendgemeinderat eine gemeinsame Woche organisieren, da wir viele gemeinsame Themen haben“, sagt er.

Tobias Fritzsche von der Steuerungsgruppe hat schon die Faire Woche mitorganisiert.
Tobias Fritzsche von der Steuerungsgruppe hat schon die Faire Woche mitorganisiert. | Bild: Sprich, Roland

Tatsächlich greifen die Belange, um die es während beider Wochen geht, häufig ineinander. So soll es bei der Zukunftswoche eben nicht mehr nur um den Fairen Handel gehen, sondern auch um die Folgen der Klimaerwärmung, um Umweltschutz und Landwirtschaft.

Aber ebenso sollen die sozialen Konsequenzen der Erderwärmung und der europäischen Handelspolitik erläutert werden, und das ist in vielen Fällen Flucht und Emigration aus den Heimatländern, so Fritzsche. Insbesondere auf die Folgen des Klimawandels für Kleinbauern werde daher auch der Referent Frank Herrmann eingehen, der lange Zeit selbst in der Entwicklungszusammenarbeit tätig war.

Zusammen kämpft man weniger allein

Auffallend ist, dass die Zukunftswoche stark unter dem Zeichen des Zusammenschlusses steht. Das beginnt schon beim Auftakt, den am Freitag, 20. September, um 13.30 Uhr die „Fridays for Future„-Demo auf dem Marktplatz setzen wird. Und es endet am Freitag, 27. September, mit einem Treffen von lokalen Gruppen wie dem Klimaschutz-Arbeitskreis Waldkirch oder den Aktivisten von Extinction Rebellion um 18.30 Uhr beim Ökumenischen Zentrum auf der Seebauernhöhe.

Dort soll ein Aktionsbündnis zugunsten von mehr Klimaschutz geschmiedet werden. Ein erstes Ziel, so sagt Martin Höfflin-Glünkin von der „Fair Trade“-Gruppe, könnte etwa die Ausrufung des sogenannten Klimanotstands auch in St. Georgen sein. Erst einmal soll es aber darum gehen, sich zu vernetzen und sich konkrete Maßnahmen zum Umweltschutz zu überlegen.

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Das Programm der Zukunftswoche in der Übersicht

  • Ab Freitag, 20. September: Bücherausstellung in der Stadtbibliothek. 13.30 Uhr: „Fridays for Future“-Demo auf dem Marktplatz. 17 Uhr: Friedensgebet auf dem Marktplatz
  • Samstag, 21. September, 8 bis 13 Uhr: Verkaufsstand der Initiative Eine Welt am oberen Edeka-Eingang
  • Sonntag, 22. September, 17 Uhr: Meditation „Andere wertschätzen lernen“ im Kailash Guesthouse
  • Montag, 23. September: Im teilnehmenden Einzelhandel können fair gehandelte Säfte probiert werden. 19.30 Uhr: Vortrag von Frank Herrmann „Klimawandel trifft schon jetzt die Kleinbauern“ im Rathaus
  • Dienstag, 24. September, 9.30 bis 11 Uhr: Faires Frühstück beim Familienzentrum Weidenbächle
  • Mittwoch, 25. September: Faire-Blumen-Aktion im Einzelhandel. 15.30 Uhr: Lesezeit in der Stadtbibliothek. 17 Uhr: Ausstellung und Vortrag „Autonome Energie- und Nahrungserzeugung“ in der Fabrik Obergfell. 17.30 Uhr: Urkundenübergabe „Klasse des fairen Handels“ im Rathaus
  • Donnerstag, 26. September, 16.30 Uhr: Interkulturelles Fest bei der WIRkstatt
  • Freitag, 27. September, 18.30 Uhr: Treffen „Klimakrise – was tun?!“ im Ökumenischen Gemeindezentrum