Still ist es geworden in Sachen Windkraft in Oberkirnach. In der Sitzung des Ortschaftsrates erkundigte sich Ratsmitglied Otmar Klausmann deshalb, ob es bezüglich dem Bau von Windkraftanlagen auf Oberkirnacher Gemarkung etwas Neues gibt. Ortsvorsteher Franz Günter sagte, dass nach seinem Informationsstand bislang kein Baugesuch für eine Windkraftanlage bei der Stadt eingegangen sei. Die Ausweisung eines Standorts für eine Windkraftanlage im Gebiet Kesselberg in Oberkirnach hat bei einigen Anwohnern in der Vergangenheit für großen Unmut gesorgt. Sie befürchten gesundheitliche Beeinträchtigungen.

Im Zusammenhang mit einem möglichen Bau einer Windkraftanlage haben zwei Anwohner im Hagzinken-, beziehungsweise Kesselbergweg eine ungewöhnliche Entdeckung gemacht. Hans Willi Ettwein und Dirk Rösiger, beide Gegner von Windkraftanlagen, stellten fest, dass sich im Frühjahr im Hagzinken eine große Anzahl von Milanen auf einer freien Fläche versammeln. "Ich habe schon bis zu 30 Vögel gezählt, die sich hier versammeln und offensichtlich ihre Jungtiere aufziehen", teilte Ettwein bereits im Sommer dem SÜDKURIER mit. Einen Grund für das seiner Meinung nach außergewöhnliche Phänomen hat er nicht. Er könne sich aber vorstellen, dass die Vögel den freien Platz als Rückzugsort aufsuchen, da hier eine der wenigen Flächen sei, die noch nicht durch Windkraftanlagen verbaut sei.